Archiv für den Monat: März 2013

Rodenbach Classic

Gestern an den Gaumen gelassen. Das Rodenbach ist ein Edelbier. Gute Fässer, gute Rohstoffe, Rodenbachgute Brauer und und und. Uns fiel sofort ein brutaler Essig-Geruch auf, der normalerweise eher in einen deftigen Linseneintopf passt. Die Blume verstirbt recht schnell. Die Farbe ist satt rotbraun. Vom Antrunk an macht sich ein starkes und sehr säuerliches Weingefühl breit, das seine Intensität bis zum Abgang hält. Das Bier hinterlässt einen extremen und ausdauernden Geschmacksknall. Das Rodenbach hat definitiv eine gewisse Tiefe und Undurchsichtigkeit. Allerdings war es nicht unbedingt unser Fall. Edelbier hin oder her, kann man muss man aber nicht zwingend.

^sm

Wippraer Osterbräu

FROHE OSTERN und ein Nachtrag zum letzten Wochenende: Wir haben einige interessante Sachen gefunden – reWippraer-Osterbierden wollen wir übers Wippraer Osterbräu. Das Wippraer verkauft in 1l-Flaschen, ist schon immer eine Reise wert. Es kommt zwar aus einem verschlafenen Harz-Örtchen, ist aber doch ganz großes Kino. Seit über 500 Jahren wird gebraut, mit Harzer Quellwasser und besonderer Reifung in Lagerkeller, die in Schieferfelsen gehauen sind.
Im Standardangebot sind das Schwarzbier (sehr englisch, mehrfach ausgezeichnet), das Pils (gute Sache, dunkel, unfiltriert), das Kupferbier (unser Favorit: ein rohes, ungeschlachtes Bier – malzig, kräftig, dunkle Früchte, karamell und trotzdem herb – unbedingt probieren!!!) und nun saisonal das OSTERBIER (5,0%): Im Antrunk recht heftig, fast schon aleig prickelnd, um die Hüfte rum recht malzig, gleitet dann in ein feines und ausgewogenes Nachhallen ab. Im Werksverkauf gibt’s übrigens noch verrückte Sachen wie EDEL – Bier Wippraer Cascade oder Wippraer Opal – da muss man wohl mal vorbeifahren. Hier geht’s zu der gruseligen Website – offenbar konzentriert man sich aufs Brauen – gut so!
^sg

Black Sheep Ale

Das Black Sheep Ale von der Black Sheep Brewery im Gespräch mit meiner Zunge.  Wunderbare Farbe, irgendwa6Blacksheeps bei Kastanie. Dann der Erste Schluck, der Geschmack ist samtig voll, dann macht sich buttriger Keks breit, danach kommt eine gute Portion Hopfen die in eine Angenehme Bittere mündet aus der es in den prickelnden Abgang geht bei dem das Black Sheep Ale nochmal durch eine satte Portion Kohlensäure eine Zweite Geschmackswelle auf die träumende Zunge meißelt. Das Black Sheep Ale ist ein Bier das trotz seines wenigen Alkohols (4,4 Prozent) einen absolut durchdachten Powergeschmack hat. Es ist Full Bodied und hält seinen Geschmack die ganze Flasche lang. Ein Bier das durch seine Facetten begeistert und einen nicht mehr so schnell von der Hand lässt.

sm.
(mit besonderen Grüßen an Mario O’Sterland)

Sehnsucht nach einem Schwergewicht

Ale
Wir sehnen uns nach einem Ale Schwergewicht auf dem Deutschen Biermarkt. Nach einem Gaumenschmeichler der eine weiche Textur hat die dann von dem Hopfen überrollt wird und sich wie eine Explosion auf die Zunge legt und die Aromen wirken lässt. Ein Bier wie ein gutes Kunstwerk, handwerklich und gut gemacht, aus Inhaltsstoffen voller Geschmack und guter Linien. Ein Bier, das einschlägt und Eindruck hinterlässt, der nicht vom Alltagsbrei vertrieben wird.

sm.

Gourmetabteilung Karstadt Leipzig

Dritter und letzter Teil der Jagd nach englischen Flaschenbieren: Auch Karstadt Karstadt hat in den letzten Monaten aufgestockt: Hier stechen besonders zwei Biere hervor: Spitfire Kentish Ale und Bishops Finger Kentish Strong Ale – sehr geerdete Biere mit dem Hang zur Explosion, mit umso bekloppterer Werbung („Beware of enemy filtration“ oder „Downed all ofer Kent, just like the Luftwaffe“). Zudem das Alltagsbier St. Andrews von der Belhaven Brewery – kann man machen muss man aber nicht! Ein paar andere halbwegs spannende Sachen gibt auch immer, wie Leffe oder Chimay (aus den großen Flaschen). Das Sortiment wechselt leider so gut wie nie.IMG_20140927_171539
Inzwischen hat auch Karstadt einen Braufactum-Kühlschrank, der neben dem normalen Sortiment auch mal einen Union Jack oder einen Double Jack von Firestone Walker da hat.

Gourmetabteilung Galeria Kaufhof Leipzig

Teil 2 der Jagd nach englischen Flaschenbieren – I SEE NO SHIPS! Galeria Kaufhof Leipzig hat inzwischen ein umfangreiGaleria-Kaufhofches Angebot an teilweise exotischen Bieren. Auch hier wieder Fuller’s Brewery und Samuel Smith Brewery! Eine Besonderheit sind die wirklich atemberaubend hopfigen Biere der St Austell Brewery – wir sind uns nach wie vor unsicher ob der Proper Job oder das Admirals Ale uns besser gefällt. Das geilere Etikett hat der Admiral: I SEE NO SHIPS! Old Tom Beer wird demnächst nachgeholt!

Der Englandladen in Leipzig

Wir waren am Wochenende unterwegs auf der Jagd nach englischen Flaschenbieren in Leipzig. Neuerdings ein gDer-Englandladenuter Anlaufpunkt: Der ENGLANDLADEN! Dort gibts inzwischen zwei gut gefüllte Bierregale – unter anderem mit Einigem aus dem Hause Fuller’s Brewery und Samuel Smith Brewery sowie natürlich Newcastle Brown Ale. Das Sortiment wechselt unregelmäßig nach dem Prinzip des Zufalls, sodass plötzlich auch mal die ganze Palette von Hook Norton Brewery oder der Sambrook’s Brewery da steht. Auch das Angebot an Cider ist überdurchschnittlich und man findet immer mal was zum testen. Dier Preise sind leicht überzogen aber gerade noch erträglich. Entsprechende Gläser gibts oben drauf!

Ein Abstecher lohnt sich immer!
^sg

Fuller’s ESB

Gestern! Fuller’s ESB. Herb und ein Bier der deutlichen Schnitte. Alles wechselt sich ab. Man schmeckt den Hopfen wiESBe ein Messer auf der Zunge. Dann leuchtet das Malz auf und tut seine Arbeit. Dann kommt der trockene Abgang der alles unter seinem herben Aroma begräbt.

Fullers ist ein lokaler Held Londons. Ein Arbeiter der die Zunge nicht einschlafen lässt. Ein KING der mehr Queen ist als die Queen selbst.

^sm

Hopfen fühlen

Der Start für die Craft Brauerei. Fernab vom faden Geschmack der typischen Einheitsgebotsbrauereien bewegen sich die Craft Brauerein in einem Bereich der kreativen Braukunst die durch gute Rohstoffe ihre Vielfalt entwickelt und immer mehr unter das durstige Volk bringt. Die Craft-Bewegung ist auch in Deutschland keine Sache von Einzelgängern, sondern eine wachsende Gemeinschaft von Menschen die Hopfen fühlen und schmecken wollen, die Frucht und Gleichgewicht auf der Zunge haben wollen und die den Duft und die Frabe des Bieres schätzen.

Dazu ein Spot des Anfangs der Craft Brauereien von der Anchor Brewing Company.