Archiv für den Monat: November 2014

4. Leipzger Bierstammtisch

Am Wochenende fand im Bayerischen Bahnhof der 4. Leipziger Bierstammtisch statt. Wir hatten volles Haus und blendende Stimmung. Der Bayrische ist sowas wie unser Heimathafen geworden: Der Service in der Location ist einfach perfekt: Die Leute wissen, wie man einen Bierstammtisch empfängt. Nicht nur, dass Braumeister Matthias wieder eine kleine Brauereiführung für Interessierte anbot oder der Chef des Hauses Thomas zu einem Plausch am Stammtisch aufgelegt war, auch das Verkosten fremder Biere wurde professionell und souverän akzeptiert. Zu Besuch waren diesmal Jann und Cathrin von Braustrom, die ihr Monohop Cascade verkosten ließen und Christian von der Bierothek Bamberg, der zudem sein Bier St. ERHARD vorstellte. Der Stammtisch war auch zum ersten Mal international, sodass wir ein schönes Mischmasch aus Deutsch, Englisch und Spanisch hatten und verschiedenste kulturelle Bier-Hintergründe einflossen. Außerdem war erfreulicherweise der Frauenanteil viel größer als sonst und selbst Dunkel.Dreckig.Reudnitz traute sich mal aus seiner Hood raus zum Stammtisch. Sogar aus Halle und dem Harz waren diesmal Gäste angereist. Wir danken euch für einen tollen und bierigen Abend und freuen uns aufs nächste Mal.

Es gab einige Beschwerden, dass wir über die Veranstaltung nur auf Facebook informieren. Das hat den einfachen Grund, die Gästezahl zu kontrollieren. Diesmal waren wir am Höhepunkt fast 30 Leute. Das ist auch meist die Obergrenze. Daher bieten wir an, einen Mail-Verteiler für Interessierte einzurichten. Eine einfache Mail an info@bier-in-leipzig.de reicht, um euch aufnehmen zu lassen.

2015 planen wir mindestens zwei Stammtische im Bayrischen Bahnhof, außerdem wollen wir den dieses Jahr verunglückten Stammtisch im Park nachholen. Für eventuelle weitere Treffen suchen wir dann aktuell Locations (z.B. gern mal Leipzigs neuen Bierladen Bierfreunde).

 

FINALLY: Leipzig hat einen Bierladen – die BIERFREUNDE sind da

Endlich hat Leipzig einen Bierladen. Wir mussten wirklich lange darauf warten und nun ist er da. Sebastian und Marie kamen ohne Vorankündigung und haben einfach so die BIERFREUNDE eröffnet. Sie sagen selber, dass sie nicht so große Ahnung von Bier haben, aber das Getränk lieben. In Leipzig sind sie auch ganz frisch. Vielleicht nicht die schlechtesten Voraussetzungen, um „einfach so“ einen Bierladen zu eröffnen. Die Atmosphäre im Laden stimmt schon mal; nettes Ambiente und am Eröffnungssamstag ein reges Kommen und Gehen (vor allem wohl von Touristen). Die überaus sympathischen Betreiber sprechen ihre Kunden offen an und geben gute Tipps. Macht erst mal einen guten Eindruck! Das Angebot ist auf den ersten Blick in Ordnung – aber mehr eben auch (noch) nicht. Die Eröffnung fand etwas überstürzt statt (das eigentliche Opening soll’s am 6. Dezember geben), daher ist im Sortiment noch Luft nach oben. Die erwartbare Auswahl von Hopfenstopfer über Mikkeler und Braukunstkeller bis hin zu BrewDog. Aber hey – alles Biere, die wir noch nie in Leipzig kaufen durften. Gerade im Bereich England und Belgien gibt es noch einiges am Sortiment zu schrauben, auch das eine oder andere regionale Bier darf noch kommen – wir sind aber guter Dinge, dass das alles wächst und gedeiht. Unseren Rat gibt’s ja wie immer kostenlos. Besonderes Highlight sind zwei große Kühlschränke, in denen wirklich viele Biere kalt auf den geneigten Bierfan warten. Auch einige preisgünstige „normalere“ Wegbiere (wie z.B. Störtebeker) sind da zu haben.

Was die Preisgestaltung angeht, so liegt diese etwas über den erwartenden und bekannten Preisen, was sicher der Innenstadtlage geschuldet und zumindest kaufmännisch verantwortbar ist. Wie das vom Leipziger Kunden angenommen wird bleibt abzuwarten.

St. Feuillien Blonde: Da kommt noch was. Versprochen!

Hallo!
Heute das St. Feuillien Blonde von der Brasserie St. Feuillien.
Die Schaumkrone des Biers ist ein gigantischer Angeber, der sehr lange seine Muskeln spielen lässt. Unter dem Angeber brodelt eine diabolische Kohlensäure mit fetten Perlen die aufsteigen.IMG_1318
Das Bier riecht nach Vanille und Zitrone, ein wenig Orange kommt auch durch aber nicht sonderlich nach Hopfen, aber da kommt noch was. Versprochen! Die Farbe ist golden wie die Maske des Sonnenkönigs nur in geil.
Der Antrunk ist prickelnd und sehr fruchtig, die Vanille kommt heftig zur Geltung, ist aber nicht unangenehm und weiß auch ,wann sie zu gehen hat, denn dann passiert es: Ein Hopfenlicht flackert auf, kommt von ganz weit weg und explodiert auf der Zunge, Zitrone und Orange lassen sich anstecken und machen bei dem Fest mit. Am Ende macht sich die Zitrone richtig breit und sorgt für einen perfekten Abgang. Ein Bier wie es nur die Belgier hinbekommen, da können alle erzählen was sie wollen.

Gekauft bei Galeria Kaufhof Leipzig. Die Flasche kommt 1,99. Holt euch mal eine.

^sm.

Biertest: Wippraer Bockbier

Guten Tag.
Heute wird das Wippraer Bockbier von der Museums- und Traditionsbrauerei Wippra Harz getestet.
Das Bier riecht unglaublich nach Haselnüssen und einer ordentlichen Portion Malz. Allerdings duften alle Biere die in Wippra gebraut werden unvergleichlich nach Nüssen aller Art und haben auch diese Eigenheit im Geschmack.
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Der Antrunk ist weich. Fast schon zärtlich wird da geflirtet und dann der sich kaum erholenden Zunge auch noch reichlich mit Hopfen geschmeichelt und nahezu Süßholz geraspelt als ob es dem Bier darum ginge, das Herz einer Angebeteten zu erobern.
Im Mittelteil kommt eine heiße Portion Malz hinzu, die den Hopfen zu einem innigen Tanz bittet, der dann von einer guten Menge Kohlensäure in einen Abgang eskortiert wird, der noch mal die volle Nussigkeit des Biers zur Entfaltung und das Parkett zum brennen bringt.

Ein Bock, der grandios ist und nicht den Hauch einer widerlichen Alkoholkeule hat, die man ja leider häufig bei deutschen Böcken zu spüren bekommt.

Ganz GROß!

^sm.

PS: Gekauft im Getränke Klaus. Mehr von uns zur Wippraer Brauerei findet ihr hier oder hier.

Bier ’n‘ Roll – Voll, hell, hefig!

Wir waren für euch mal beim Bier ’n‘ Roll schauen. Im Leipziger Westen in einer abgerockten Garage verkauft David bayrische und fränkische Biere in entsprechendem Dialekt. Sehr stilecht und sympathisch.
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Ein nettes Sortiment – vor allem aus den handwerklichen Regionalbrauereien Nothelfer, Schroll, Ebensfelder, Staffelberg, Hübner, Freudenecker Fischer, Hölzlein, Mainsaidla, Schleicher. Alles ganz gute Biere, die ordentlich hergestellt sind. Wer allerdings neben Pils, Vollbier, Landbier, Hellem oder Hefe was anderes sucht, wird enttäuscht. (Die Ausnahme bildet das tolle Amber von Mainsaidla). Zum Glück ist gerade Bock-Zeit und man konnte noch das eine oder andere hochprozentige Schmeckerchen entdecken. Aber wie gut würden sich kontrastierend in diesem Sortiment ein CREW Republic und ein Camba Bavaria oder ein Schönramer Bayrisch Pale Ale und Bayerisch Nizza Clubbier machen? Genauso handwerklich gebraute Biere, mit entsprechenden Rohstoffen.

Wenn der Laden geschlossen ist, ist das Sortiment übrigens in einem kleinen Biermobil unterwegs. Also in der Stadt immer mal die Augen offen halten.

^sg

Biertest: Nothelfer Bio-Weisse

Freunde,
heute das Nothelfer Bio–Weisse aus der Klosterbrauerei Vierzehnheiligen.
Das Bier riecht nach faulen Eiern, allerdings kommt aus diesem faulen Geruch dann Zitrone und Vanille, Jesus und Maria es ist unerklärbar aber es ist so. Wie ich das finden soll weiß ich auch nicht. Der Geruch ist eindeutig mehr als scheiße aber das Bier schmeckt zum Glück nicht danach.
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Im Glas hat man einen dicken trüben Saft, der ordentlich mit Hefe voll ist. Der Antrunk kommt gut daher, hat Frucht, die allerdings im Mittelteil ein wenig zu sehr verflacht. Im Abgang kommt dann noch mal satte Hefe, die aber irgendwie total drüber ist. Außerdem kommt dieser schaufelstarke, schön vanillige Geschmack, der noch mal ein paar Kohlen aus dem Ofen holt. Das Ganze wird von einer gigantische Kohlensäure unterstützt, die das Bio Weisse frisch wie eine neblige Wiese am Morgen hält.
Ein Bier, das gute Ansätze hat aber Geruch und Geschmack sind sehr eigen. Kann man mal trinken.

Gekauft haben wir es übrigens im Bier ’n‘ Roll.

^sm.