Piwo Sobótka Górka 12 – Ein Bier wie eine Stange saure Drops

Wir haben hier ein kleines Bier aus Polen, gekauft im Beer O’Clock in Breslau. Piwo Sobótka Górka 12 heißt es und kommt auch aus Breslau. Auf der Brauereiseite findet man nicht viel über das kleine Lager, daher bleibt nur trinken und kosten.
Der Schaum verschwindet sofort nach dem Einschenken und macht Platz für einen orangig-süßen Geruch. Auch das Bier sieht eher aus wie ein frisch gepresster Orangensaft – mit Fruchtfleisch, dick und nahrhaft. Der Antrunk ist unglaublich spritzig eine Polonaise aus einer großen Apfesline gespickt mit getrocknetem Pfirsich und unreifer Mango überdeckt erst mal alles. Fast wie ein erfrischender Softdrink geht es den Hals runter. Gleich noch einen Schluck. Wieder das Limonadige, die Kohlensäure-Kanone, ganz spät kommt der Hopfen mit leichter Bitterung und viel Säure. Er macht es sich auch nach dem Schlucken auf der Zunge gemütlich. Von den 4,5% Alkohol ist kaum etwas zu spüren. Wenn man genau hinschmeckt kommt mit dem Hopfen am Ende noch etwas Schwefliges wie Trockenobst. Ein raffiniertes, ungewöhnliches Stück Bier.

IMG_20141224_183717Der Körper ist fruchtig, kaum greifbar, gleich macht sich die Säure des Abgangs breit. Ich habe es definitiv zur falschen Jahreszeit verkostet, eigentlich etwas für einen staubtrockenen Sommertag. Hier sind keine schwerfälligen Bären am Werk, wie das Etikett verspricht, sondern sondern eher leichtfüßige Tanzbären bei einer Polka. Man möchte am Fluss im Schatten sitzen und ihnen beim herumtollen zuschauen. Ein Bier wie eine Stange saure Drops.

^sg

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