Archiv für den Monat: April 2015

Mehr als nur tätowierte Typen mit Vollbart – Peter Korneffel: „Biermanufakturen in Berlin“

Mehr als nur tätowierte Typen mit Vollbart – Peter Korneffel: „Biermanufakturen in Berlin“

BerlinerBiermanufakturen_Cover.inddIn keiner deutschen Stadt hat sich die Craft Bier-Szene in den letzten Jahren so rasant entwickelt wie in Berlin. Nirgendwo sonst sind in Deutschland so viele kreative Micro-Brauer, Gasthausbrauereien oder „Kuckucksbrauer ohne eigene Braustätte“ an einem Ort versammelt, um der industriellen Gleichförmigkeit des deutschen Einerleibiers ihr ganz individuelles Produkt entgegenzusetzen. Was sie vereint ist die Leidenschaft für handwerklich gebrautes, charaktervolles Bier und oftmals auch der Mut zum Experiment – sowohl kulinarisch als auch ökonomisch. Weiterlesen

Bier in Thüringen – Hotelpark Stadtbrauerei Arnstadt (Gastbeitrag)

Ein neuer Gastbeitrag von Mario. Er ist Heimbrauer und lebt inzwischen in Erfurt. Er bloggt sonst selten über Bier sondern hauptsächlich hier über Literatur, Kunst und Kultur. Von ihm kriegen wir immer mal wieder Gastbeiträge. Heute gehts um die Stadtbrauerei Arnstadt – BIER IN LEIPZIG goes Thüringen ;)


Die Stadtbrauerei Arnstadt ist einen Besuch wert, auch wenn der Hotelpark eher das Ambiente eines Tagungshotels, denn einer rustikalen Braugaststätte besitzt. Das führt auch dazu, dass die Speisekarte hier recht „schick“ daherkommt. Aber gut essen hat ja auch einiges für sich. Über die Geschichte der Brauerei, wie überhaupt des Arnstädter Bieres erfährt man einiges auf der Website des Hotelparks. Hier sei nur soviel gesagt, dass Arnstadt wohl einer der ersten, wenn nicht der erste Brauort von Weißbier wie wir es heute kennen, sein soll. Überprüft habe ich das aber bisher nicht. Nun gut: Weiterlesen

Craft-Beer-Stand auf dem Karli Beben

Gestern gabs einen sehr lustigen Craft-Beer-Stand auf dem Karli Beben in Kooperation von BierFreunde, Weisse Elster / Braustrom – craft beer aus Leipzig und SPENT. Wir hatten Red Oat Ale und die neue Lene vom Fass, außerderm ein echt süffiges Pils von Spent mit geilem trockenem Abgang. Danke euch – hat Spaß gemacht!

Bier in Thüringen – Waldhaus Erfurt (Gastbeitrag)

Endlich mal wieder ein Gastbeitrag von Mario. Er ist Heimbrauer und lebt inzwischen in Erfurt. Er bloggt sonst selten über Bier sondern hauptsächlich hier über Literatur, Kunst und Kultur. Von ihm kriegen wir immer mal wieder Gastbeiträge. Heute gehts um das Waldhaus Erfurt – BIER IN LEIPZIG goes Thüringen 🙂


Das im Steigerwald gelegene Waldhaus wurde 1994 als erste Erfurter Gasthausbrauerei eröffnet. Zu erreichen ist das Waldhaus zum Beispiel auf einer kleinen, ca. 4 km langen Wanderung, beginnend am Steigerwaldstadion. Eine sehr empfehlenswerte Tour, die den Bierliebhaber mit einigem Appetit und Durst ankommen lässt. Das Waldhaus ist von seiner Speisekarte her wohl am besten als deutsch-italienisches Gasthaus zu bezeichnen, das zahlreiche Klassiker und Spezialitäten beider Küchen auf der Karte hat. Haute cuisine sollte man vielleicht nicht gerade erwarten. Gut essen kann man im Waldhaus jedoch allemal. Weiterlesen

BIER IN LEIPZIG hat endlich ein Logo

Nach jahrelangem Dilettantismus auf Logo-Seite – schaut euch nur das letzte hässliche Beispiel unseres Facebook-Profilbildes an – haben wir da endlich mal Profis ran gelassen. Also viel mehr einen – und zwar nicht irgendwen, sondern die großartige Steffi von Katz & Tinte bzw. Schön und fein. Wir sagen Tausend mal Danke und freuen uns über das – mit Verlaub – geile Logo! Steffi, dir ist immer ein Freibier bei uns gewiss! Möge das Wiesel uns immer gewogen sein! May the weasel be with you! Logo_BiL

PS: Einbindung in den Blog folgt ganz bald!
PPS: Wer wissen will, wie das Logo entstanden ist und wieviel eien solche Arbeit wert ist und sein muss, kann das bei Katz & Tinte nachlesen.

 

 

L’Olmaia 5 – die italienische Lady

Hallo Leute, ich habe ein paar Biere aus Italien geschenkt bekommen. Sie waren wohl alle im Delikatessengeschäft Eataly zu haben. Man hört ja viel gutes vom italienischen Craftbeer und bekommt außer Brewfist doch nicht so oft was in die Hände. Also teste ich mich da für euch mal durch und beginne mit dem L’Olmaia 5 von Birrificio Olmaia aus Montepulciano in der Toskana. Laut Brauerei handelt es sich um ein Light Blonde, anderswo findet man auch Belgian Pale Ale. Mal sehen.
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Im Glas sehen wir ein Bier, wie es im Buche steht. Sollte man prototypisch ein Glas Bier abbilden, würde es wohl genauso aussehen. Über dem intensiv-gelben Getränk thront ein großporiger,  mächtiger Schaum, stabil und wolkig, sieht tatsächlich aus wie direkt vom Fass. Es riecht malzig, wie frisch aus dem Braukessel, dabei steigt aber keinerlei Fruchtigkeit oder Säure in die Nase, man kann sich nicht entscheiden, ob man’s wirklich gut findet.
Der Geschmack ist dann ganz anders. Vermittelt sofort eine schlanke Ausgewogenheit, eine wogende Harmonie und ein ganz angenehmes, weiches Mundgefühl. Sonst ist das Bier erst mal nur bitter, bitter und bitter. Man muss sich etwas reintrinken, um wieder Nuancen wahrzunehmen. Dann spürt man neben der starken Kohlensäure im Antrunk eine leichte Fruchtigkeit, die aber schnell im Körper des Bieres versickert. Mit jedem Schluck mehr offenbaren sich versteckte florale Noten, die aber eher in Richtung Aster als Kornblume gehen. Der Körper ist etwas erdig mit sanften Honignoten, der Abgang wieder ausgewogen bitter und spritzig. Zwischendurch gibt es immer mal wieder unangenehme etwas zu muffige Malznoten, die arg so schmecken wie ein Brauhaus riecht. Der Alkohol (5,5%) ist kaum zu merken, genau so wenig wie das L’Olmaia 5 ölig wird, es bleibt dünn im besten Sinne. Ein spritziges, erfrischendes Bier, das doch sehr gelassen bleibt und seinen Trinker nur leicht anregt.
L’Olmaia 5 ist schlank und doch opulent, eine strenge und doch elegante italienische Lady. Keine Nonna, eher eine Sophia Loren, in mittelalt, die dir sanft flüstert „Don´t be nervous, I am with you.“

^sg

Maisel & Friends Pale Ale im Hotel Seeblick

Kleine Entdeckung im Hotel Seeblick: Das Maisel & Friends Pale Ale. Nach den herben Enttäuschungen von Maisels & Friends aus den 0,75er Flaschen im chicen Gourmet-Holzregal, ist das jetzt mal nen kleiner Hammer. Das Pale Ale bietet so ziemlich alles auf, was man an aromatischen Hopfen reinschmeißen kann: Herkules, Chinook, Amarillo, Simcoe und Citra. Dementsprechend ist dann auch die Fruchtbombe, die einem schon aus dem Glas entgegen tickt. Auch Antrunk und Körper sind nur Frucht, ein Fruchtteller, ach was rede ich, ein Fruchtkorb – mit dicker Schleife! Dazu die schön süßlich-karamelligen Malznoten, wie der Zuckerguss! Im Abgang geht dem Pale etwas die Puste aus, aber nun gut was soll nach so viel Frucht noch kommen. Vielleicht hätte es hier noch eine Biternote vertragen. Vielleicht wurde es mir im Seeblick auch einfach zu warm serviert. Alles in allem ein super-süffiges American Style Pale Ale, das znoch um Star des Sommers 2015 werden könnte.
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PS: Ansonsten war’s leider eher enttäuschend im Seeblick. Nicht nur was das weitere Bier-Angebot angeht. Das Essen nur am unteren Durchschnitt. Die Bedienung zwar nett aber nicht wirklich fähig/kundig (Kommentar beim Servieren des Essen: „Viel Erfolg!“), lange Wartezeiten und hart angezogene Preise.

^sg