Zu Besuch in der Pivovar Kocour Varnsdorf

Hallo Leute, hier mal eine kurzer Ausflugstipp für euch. Knapp 220 km von Leipzig entfernt liegt der tschechische Ort Varnsdorf, direkt an der Grenze bei Seifhennersdorf. Soweit so langweilig. In Varnsdorf steht aber die Brauerei Kocour und die ist alles andere als langweilig und definitv einen Ausflug wert. Ein wunderschönes etwas wildes Brauereigelände, witzige Möglichkeiten zu übernachten (alte Bahnwaggons), eine tolle Gastronomie und vor allem wirklich geiles Bier. Und zwar vom Fass. Mindestens 10 Sorten. Eine besser als die andere. Selten haben wir an einem Ort so viele gute und spannende Biere bekommen. Ein Fest! Seht mehr in unserer Bildergalerie.

Kleine Anmerkung: Die Mitarbeiter der Brauerei und des Gasthauses sind eher von der groben Art, also erwartet keine liebenswürdige Bedienung ;). Auch mit englisch und deutsch ist es nicht weit her.

2 Gedanken zu „Zu Besuch in der Pivovar Kocour Varnsdorf

  1. Pingback: Sonntagsbier. Woche 21. – 27. Juni 2015 - HopfenLiebe

  2. Egbert Pietsch

    Liebe Bierfreunde,
    Varnsdorf als langweilig zu bezeichnen, mag dem ersten Eindruck einer gewissen Tristesse geschuldet sein. Aber es gibt neben dem zweifellos großartigen Bier der Firma Kocour, was übrigens Kater bedeutet, durchaus aufregende Dinge zu entdecken.
    Varnsdorf, deutsch Warnsdorf, war 1849 aus fünf Dörfern zusammengelegt worden, damals mit 10 000 Einwohnern größtes Dorf der Monarchie. 1868 zur Stadt erhoben, sah es eine rasante Entwicklung vor allem der Textilindustrie. Die Firma Kunert, vor dem 2. Weltkrieg größter Strumpfhersteller Europas, hatte hier ihren Sitz. Die Firma siedelte dann nach Immenstadt über und existiert heute noch. Die CSSR führte die Produktion unter dem Namen elitex weiter. Insbesondere die Industriebauten der Zwischenkriegszeit sind großartige Kathedralen der Arbeit, hochmoderner Funktionalismus.
    Varnsdorf hat ein eigenes Theater, noch immer in Betrieb! Auch der Hausberg ist mit einem inzwischen fast fertig renovierten hübschen Aussichtsturm bebaut, ganz allerliebst! Macht jeder Richard-Wagner-Opernkulisse alle Ehre.
    Also meine Empfehlung: Erst ein bisschen Landeskunde, Flanieren und Wandern, dann schmeckt das Bier auch viel besser…

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