Ji-Biru – Craft-Beer in Japan

Ji-Biru

Ji-Biru trinkt man am besten gut gekühlt aus einem Glas. Dabei konzentriert man sich in Japan ganz bewusst auf Geschmack und Entfaltung der Aromen. Mancher Japaner schließt beim Trinken sogar die Augen.

Von wegen, die können nur Karate! Wer hätte gedacht, dass Japan auch in Sachen Bier so einiges zu bieten hat? „Bier in Leipzig“ hat es – mit seinem untrüglichen Näschen für Trends, Hypes und kommende Must-Haves – natürlich schon immer gewusst und nicht zuletzt deshalb das BandBlogmitglied, auf das beim Cornern im Lene-Voigt-Park am ehesten verzichtet werden kann weit weg ins Land der aufgehenden Sonne und der steil abgehenden Craft-Beer-Scene geschickt.

Ähnlich, wie in anderen Industrieländern ist Craft-Beer hier auf dem Vormarsch. Die Umsatzzahlen steigen rapide. Nicht zuletzt, weil die Politik sukzessive existierende Braubeschränkungen lockert. Da lohnt ein Blick über den Rand des Goseglases allemal. Wir berichten in den kommenden Monaten sukzessive immer einmal wieder über Craft-Beer-Entwicklungen, Asahi-Industrieplörre und Bierkultur in Nihon – ohne Angst vor romantisierendem Exotismus, mit metapherngeschwängerten Texten, so scharf wie Samuraischwerter und mit der sprachlichen Gewalt, die einen Murakami in die Enge treiben würde.

K – I – A – I !!!

(Normalerweise verlinken wir keine externen Videos, aber dieses hier ist einfach zu schön.)

Unsere Bier-Reise startet in Osaka, der drittgrößten Stadt Japans. Hier leben etwa 2,6 Millionen Menschen, wie Wikipedia behauptet, und die wollen natürlich nicht nur mit 酒 , 焼酎 und 寿司, sondern auch mit gutem Bier versorgt sein. In den letzten Jahren ist gerade im Zentrum der Stadt eine Vielzahl von Craft-Beer-Bars aus dem Boden geschossen – vor allem in Umeda, Namba und Tennoji. So viele, dass man bereits anfangen muss, zu kartografieren. Daneben gibt es an vielen Orten Bier-Events unterschiedlicher Couleur.

Kaum gelandet, lockt uns schon die erste vielversprechende Veranstaltung: das Craft Beer Picnic im Nakanoshima-Park. Hier präsentieren sich eine Menge ortsansässiger Brauereien mit ihrem „Ji-Biru“ (lokalem Bier). Besser kann es einen gar nicht treffen, wenn man sich auf die Schnelle einen Überblick über die hiesige Bierlandschaft verschaffen (und sich rasch betrinken) will. Das Beer-Picnic ist so etwas wie der Leipziger Geschmacksmarkt – nur in groß, im Grünen und etwas professionalisierter. Angeboten werden neben Getränken, auch vielerlei Speisen. Dazu bietet eine kleine Bühne kulturelle Unterhaltung – in Form japanischer und internationaler Gassenhauer, Mitmachspielen und Sketchen. Wer nicht so gut Japanisch versteht kann trotzdem aus Anstand mitlachen und im Takt klatschen.

Hier einige Impressionen:

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