GOSEARTIG! Der große Bier-in-Leipzig-Gose-Test

IMG_0298Winter, Zeit der prasselnden Kaminfeuer, der malzigen Bockbiere und schweren Barleywines. Also genau der richtige Zeitpunkt, um sich kontrakonjunkturell einem erfrischenden Durstlöscher zu widmen: dem Sauerbier, das als typisch Leipziger Bierstil gilt. Die Rede ist natürlich von der Gose – nach einem Nebenfluss der sagenumwobenen Abzucht in Niedersachsen benannt, mit Salz und Koriander gebraut, mit Milchsäure vergoren und somit nicht dem Reinheitsgebot entsprechend. Hurra und alerta antitraditionalista! Kein Getränk ist mehr Leipzig als die Gose, sie ist das dritte Gestirn in der kulinarischen Konstellation von Lerche und Allerlei. Deshalb sagt man hier zum Beispiel nicht „Prost“, „Stößchen“ oder „zum Wohl“ – sondern anbetungsvoll Goseanna! Da kippt man Allasch rein, einen süßen Kümmellikör, und nennt es Regenschirm. Da reimt man seltsame, leicht anzügliche Dinge auf Gose: „Ä wunderschön Getränk ist doch die Leipziger Gose, dem einen steigt sie in den Kopf, dem andern in die Hose.“ oder auch „Ob Leberzirrhose oder freud’sche Psychose, am Ende hilft allenfalls Leipziger Gose.“ oder auch „Über allen Tresen ist Ruh, in allen Gläsern findest du, kaum einen Hauch; Die Gose fehlet im Glase. Warte, mei Hase, bald fehlest du auch“. Ja liebe Leute, das ist Leipziger Humor und ja liebe junge, verrückte, lifestyleaffine Crowd, die ihr nach Hypezig kommt und euer Hipsterglück machen wollt, auch das erwartet euch in Leipzsch.

Natürlich streitet man sich, wie, wann und unter welchen Umständen die Gose nach Leipzig kam. Denn erfunden wurde sie nicht hier, sondern wohl eher im Harzer Raum und sie hat es – schicksalshaft, wie einen der Autoren dieses Textes – von dort nach Leipzig verschlagen. Die wahrscheinlichste Geschichte ist wohl die:

Der Wirt Gieseke war Soldat im preußischen Regiment zu Halberstadt und Leibwächter Leopolds I. von Anhalt – dem alten Dessauer. Gieseke kaufte 1721 die Eutritzscher Schänke. Als Leopold 1738 bei ihm einkehrte, schmeckte ihm das Bier nicht und er ermächtigte ihn, Gose auszuschenken – und das gegen den Leipziger Bierzwang, der besagte, dass ausschließlich heimisches Bier zu verkaufen sei. Praktischerweise hat er sie auch gleich geliefert. Aber sicher war es noch ganz anders. Jedenfalls aber floss von nun an, neben Luppe und Weißer Elster, der Gosestrom und wankten spätestens um 1900 alle Leipziger gosetrunken durch die engen Gassen. Leipzig war „Gosestadt“! Auch so eine uncharmante Eigenart dieses Weltnests, sich sofort mit dem neuen Label zu schmücken: Heldenstadt, Buchstadt, Bachstadt, Messestadt, Musikstadt, Sportstadt, Olympiastadt (*roflol*) und eben auch: Gosestadt. …uärghs… Goethe war natürlich auch wegen der Gose da, obwohl es am Ende wohl doch eher sein versoffener Enkel Walther war – Walther von Goethe, der Lumich. Die Gosenschenken bekamen Kultstatus, man strömte „in die Gose“. Da gab es die „Kümmelapotheke“, das „Gosenschlösschen“ und „Zum Goldenen Helm“ mit dem berühmten Wirt Papa Stierba. Doch so steil ihr Aufstieg, so rasant ihr Niedergang. Die berühmteste Gosenschenke „Ohne Bedenken“ wurde 1950 geschlossen (und 2001 rücksichts- und restlos niedergerissen). Der letzte Gose-Zapfhahn versiegte in Leipzig endgültig in den 1950er oder 1960er-Jahren – je nach Überlieferung. Die bekannte Döllnitzer Brauerei ging angeblich als Reparationszahlung an die Sowjetunion. Ein Umstand, der dazu führte, dass man dort noch heute Baltika, Vodka und Kwas braut.

Wiederbelebt wurde der Bierstil erst Jahrzehnte später von Bierenthusiasten und Gastronomen: Lothar Goldhahn mit der Gohliser Gosenschenke „Ohne Bedenken“, Thomas Schneider mit dem „Bayerischen Bahnhof“ und nicht zuletzt die Herren Goedecke und Jänichen, die der traditionsreichen „Döllnitzer Ritterguts Gose“ neues Leben einhauchten. (Wissenswertes zur Geschichte der Gose gibt’s z.B. hier und hier.)

So viele Legenden wie man über die Entstehung und Ankunft der Gose in Leipzig erzählt, so viele Gosesorten gibt es heute wieder. Die Gose erfreut sich wachsender Beliebtheit – und das sogar global. Sauerbiere sind seit einigen Jahren der heiße Scheiß in der amerikanischen Craftbeer-Landschaft und auch die deutschen Craft- und Micro-Brauereien widmen der Gose einstweilen etwas mehr Aufmerksamkeit. Höchste Zeit also, für uns als Leipziger Bierblog, einige aktuelle Interpretationen des traditionellen Leipziger Bierstils unter die Lupe und ins Glas zu nehmen.

IMG_0300Wir haben für den Test randomized und vollkommen willkürlich sechs verschiedene Gosen ausgewählt. Am Start waren:

1. die Original Leipziger Gose der Gasthaus- und Gosebrauerei Bayerischer Bahnhof
2. die Gose von Ale Mania
3. die Original Ritterguts Gose
4. die Gose von Westbrook Brewing Co.
5. die Bianca Mango Lassi Gose von Omnipollo und
6. die Viking Gose von The Monarchy & Kissmeyer

1. Die Leipziger Gose vom Bayerischem Bahnhof gibt es eigentlich nur direkt vom Hahn bzw. in traditionellen Oldschool-Langhals-Geschenkflaschen. Besondere Gose-Spezialitäten wie die Pineus Gose oder den Tequilafass-gereiften Goseator Doppelbock werden hauptsächlich nach 12272572_1536779003279636_1356887883_nÜbersee exportiert und dort abgefüllt. Wir haben uns daher für die „Original Leipziger Gose“ entschieden und Braumeister Matthias Richter war so freundlich, sie für unseren Test frisch in Flaschen einzuschlauchen. Nach den ersten Schlucken waren wir versucht, den Gosetest abzubrechen und den Gewinner des Abends zu küren. Es ist einfach der Klassiker und auch die Gose, die uns erst zu Gosetrinkern gemacht hat. Vor 60 Jahren. Eine enorme Ausgewogenheit und Frische zeichnen die Leipziger Gose aus. Ein Geruch nach grüner Zitrone bereitet langsam auf die zu erwartende, durchdringende Säure vor, an Koriander wird nicht gespart, der Abgang ist leicht getreidig, ein wenig cremig, definitiv nachbrennend salzig. Optisch observiert erinnert sie uns an naturtrüben Apfelsaft und sie löscht auch dementsprechend den Durst. Die Leipziger Gose kommt auf sanften Schlappen daher, nicht zu rapide-siebenmeilenstiefelmäßig oder zu intensiv. Mit gerade einmal 4,5% vol. Alkohol ist sie megaerfrischend und auch etwas magisch. Ein göttliches Gesöff. Sucht euch euren Wohnort nie zu weit weg von einem Hahn Leipziger Gose! GOSEANNA!

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Gose süß-sauer

2. Zur Gose von Ale Mania aus Bonn und zu Fritz Wülfing, dem Kopf und Brauer dahinter, muss man nicht mehr allzuviel sagen. Wülfing ist einer der deutschen Craft Beer-Pioniere, die es vom Home- und Gypsy-Brewing zur eigenen Brauerei geschafft haben. Seine Biere gibt es mittlerweile fast überall im gut sortierten Bierfachhandel.
Der direkte Vergleich der Ale Mania mit der Leipziger Gose ist fatal: sehr viel süßer, im Abgang bitterer und hopfiger kommt diese Gose daher. Schon der Geruch geht mehr ins orangige, grapefruitige, nur ein Hauch Zitrone. Die Ale Mania Gose erinnert insgesamt mehr an „Bier“, ist ungewöhnlich hefig und malzig. Die 5% vol. Alkohol drängen sich stark und mit ausgefahrenen Ellenbogen in den Vordergrund – wie der Klassenrabauke von damals, der lauthals immer die gleichen schlechten Witze gerissen hat, der einem Böller in die Kapuze steckte und von dessen Nackenklatschern wir jetzt noch ganz verspannt sind. Dadurch fehlt der Gose aber ein wenig die Frische, Ausgewogenheit und Tiefe. Relevante Mengen an Salz konnten wir nicht ausmachen.

3. Die Original Ritterguts Gose ist die Wiederbelebung der traditionsreichen 10363128_1293450584014305_1403940499866565812_nDöllnitzer Gose, die erstmals 1824 gebraut wurde. Aus einer der wichtigsten Gose-Brauereien belieferte man fortan Sachsen und im Speziellen Leipzig. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Produktion eingestellt und erst seit 1999 an verschiedenen Standorten wieder fortgeführt. Die Ritterguts Gose gibt es in Leipzig in Edeka/Konsum-Supermärkten, in verschiedenen Gastronomien vom Hahn und im Fachhandel – aber auch nach Übersee wird sie geliefert.
Wir hatten – zugegeben – Vorbehalte. Wer hatte nicht schon mal ein muffiges Tête-à-Tête mit der Ritterguts-Gose. Als wir sie ins Glas ließen kam uns denn auch gleich wieder dieser schlimme Geruch entgegen, immer noch leicht kotzig. Wer sich da mutig durchriecht, nimmt etwas Zitrone wahr, leichte Noten von Kaugummi. Jedenfalls hat sie den bei weitem intensivsten Geruch. Auch im ersten Antrunk ist das Ganze noch leicht muffig-kotzig, und man bereut es schon wieder ein wenig, leichtsinnig dieses Date eingegangen zu sein – doch plötzlich wird es irgendwie gut. Es balanciert auf dem schmalen Grat zwischen eklig und geil und schlägt an diesem Abend deutlich in Richtung geil aus. Man kann die einfallenden Geschmäcker kaum differenzieren, hier zählt das Gesamtpaket mit 4,7% vol. Alkohol – und das bekommt man kräftig links und rechts um die Ohren gehauen. Die Ritterguts Gose hebt sich geschmacklich ab, sie ist eigen(artig), eine Charaktergose, straight und geradlinig. Extrem sauer, viel zu salzig, kaum Frucht, kaum Koriander, viel Milchsäure und dabei trotzdem unglaublich schmackhaft. Eine wirkliche Überraschung innerhalb dieser Verkostung, gar eine Neuentdeckung (neuer Braumeister? neue Brauerei?). Frei nach Kurt Wolff dem großen Kafka-Verleger möchte man sagen: Jedes große Bier wurzelt in der Provinz.

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sauer, salty, deutsch

4. Die Westbrook Gose (pronounced „Gose-uh“) aus South Carolina ist in den Bier-Rankings, zum Beispiel beim amerikanischen Onlineportal ratebeer.com, immer ganz weit oben dabei. Und die Amis sind der Absatzmarkt für Gose. Ihnen kann es momentan nicht sauer und verrückt genug sein. Westbrook nimmt man schon immer als sehr experimentierfreudige Bude wahr, die vor allem in 0,33er Dosen exportiert. Nun also unsere erste Dose Gose (Ihr glaubt gar nicht, was sich neben allerlei Krankheitsbildern noch so alles auf „Gose“ reimt). Im Glas ist es dann die klarste Gose des heutigen Abends, keine Wolke trübt das Getränk. Dabei entfacht die Kohlensäure ein Feuerwerk im Kelch. Im Geruch hat man wieder eine Spur Kaugummi, in Richtung Hubba-Bubba. Schon beim ersten Schluck merkt man: das ist ein richtiges und richtig saures Brett, hier zieht sich körperlich jede Faser in einem zusammen, drängt alles Richtung Körpermittelpunkt. Schwarzes Loch Hilfsausdruck. Es fühlt sich an, als würde man hemmungs- und pausenlos Zitronen lutschen – mit Schale – ungewaschen. Wenn man das Glas absetzt kristallisiert sich Meersalz aus Mount Pleasant auf den Lippen. Man weiß nicht genau, ob man Gose getrunken oder ein Schluck Totes Meer zu sich genommen hat – soll ja angeblich auch gut für den Bierblogger-Teint sein. Wir reiben uns präventiv rasch noch Stirn, Wangen und Dekolleté damit ein und arbeiten uns weiter durch diese Terrorgose, die mit jedem Schluck sauer wird: Ja, wahrscheinlich steckt da auch irgendwo noch ein Hauch Pfirsich, vielleicht ein wenig Wermut. Leicht parfümiert, wie ein Martini auf harmlosen 4,5% vol. Alkohol. Die Westbrook Gose ist vollkommen übertrieben. Wir können uns nicht entscheiden in welcher Form. Sie ist diese prollige Ami-Gose, die extreme Ausschläge in alle Richtungen hat. Der Donald Trump unter den Gosen: für den leidenschaftlichen und verantwortungsbewussten Goseliebhaber kaum zu vermitteln, immer auch etwas peinlich und schmerzerzeugend – aber auch mindestens so unterhaltsam.

5.Kommen wir nun zur Gose mit dem respekteinflößenden Namen Omnipollo Bianca Mango Lassi. Eine Gose, gebraut mit Steinsalz, Milchzucker und Mangopüree in Stockholm, das ja weithin bekannt ist für seine aromatischen Mangoplantagen. Manchen ist von Omnipollo sicher das vielfach preisgekrönte Imperial IPA Nebuchadnezzar bekannt, dem man durchaus auch Mangonoten zuschreiben kann. Genug aber der Vergleiche mit Gosefremdem: schnell die kleine 6 € teure Flasche köpfen und das leicht sämige Gesöff mit seinen 6% vol. Alkohol ins Glas lassen. Ein ordentlicher zäher Satz Hefe mit Irgendwas hat sich am Flaschenboden gebildet. Wir holen noch einmal Luft. Die ersten vier Gosen haben mittlerweile auch bei uns schon Spuren hinterlassen, sodass wir zunächst darüber sinnieren müssen, wie gefährlich eigentlich eine Goseverkostung unter Laktoseintoleranzlern wäre, oder wie langweilig, oder wie lustig, oder wie nachhaltig. Apropos tolerant – das versuchen wir zu sein, aber Bianca macht es uns nicht leicht. Sie riecht wie ein IPA und schmeckt wie ein saures, gekipptes Pale Ale. Im Abgang sehr medizinisch. Irgendwie ist uns aber gar nicht gut davon. Vielleicht zollen wir auch den intensiven Diskussionen um Intoleranzen und unseren herausragenden Autosuggestivkräften Rechnung. Wir fragen uns: Was zur Hölle war das Ansinnen bei dieser Gose? Anders sein? Den fehlenden Sommer im dunklen Norden und die resultierende Trübsal mit aller Macht bis zur Übelkeit kompensieren? Eigentlich wollen wir hier gern abbrechen, aber das wäre unfair gegenüber Gose Nummer 6. Wir trinken und riechen uns noch mal durch die stabile Schaumkrone (WOW! Gose mit Schaum!!!), entdecken die typische Gose-Kotzigkeit, ein wenig Frucht, ein wenig Muff. Ein Bier, so fies wie Kellerratten und der Schwarze Peter in unserer heutigen Sammlung. Sorry, Bianca.

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Der Korrespondent aus Japan schaltet sich zu

6. Die Viking Gose ist ein Kooperationssud von „The Monarchy“ aus Köln und 12243917_1536778939946309_870812482_n„Kissmeyer“ aus Kopenhagen. Dessen Chef, Anders Kissmeyer, ist so etwas wie ein Prototyp der Craft-Beer-Szene: jahrelang bei Großbrauereien (u.a. Carlsberg) versklavt und retardiert, ist er jetzt als Gipsy-Brewer vor allem an Innovation und Außergewöhnlichem interessiert. Sebastian Sauer von Monarchy ist viel zu jung für so eine Biographie, steht aber umso mehr für die mutige und innovative Behandlung alter Bierstile, womit er sich sogar in den USA einen Namen gemacht hat, vor allem mit seinem Label „Freigeist Bierkultur“. Kollaborationssude sind ja per se erst mal spannend und wenn Sebastian Sauer ein Sauerbier wie die Gose macht (no jokes with names, sorry), muss man das trinken.
6,5% vol. Alkohol hat die Viking-Gose und zunächst steigt einem wieder der Kaugummi-Geruch in die Nase. Der wird aber sofort abgelöst von rauchigem Schinken, es müffelt wie die Schlote vom Kombinat Espenhain, das die Öfen angeworfen hat. Im ersten Schluck schmeckt dominant das Rauchmalz hervor. Dahinter kommt Wacholder, Lorbeer, holzige Geschmacksnoten, ein wenig Cranberry. Das Bier liegt schwer auf der Zunge, wie ein belegtes Brot mit Schinken. Eine Wildschweingose – und man sucht verzweifelt nach dem Schälchen Preiselbeeren. „イノシシ です“ (pronounced: Inoshishi desu), sagt unser Japan-Korrespondent lachend und ein wenig wichtigtuerisch auf Skype. Was hat das hier aber eigentlich noch mit Gose zu tun? Die Viking-Gose ist wie eine Lichtung im Gosewald, deren Brandrodung man noch schmeckt, aber am Ende ist sie auch nur Schall und Rauch.

Geschafft! Etwas erschöpft und leicht angehackt resümieren wir: Eindeutiger Gewinner unseres Tests ist der Klassiker vom Bayerischen Bahnhof, dicht gefolgt vom Überraschungszweiten der Rittergutsgose. Den Preis für das abgefahrenste Getränk bekommt die Westbrook-Gose von uns. Der Rest fällt ab.

Natürlich gibt es neben unserer getesteten Bieren noch eine Meeeeeeeeeeenge Gosen, die wir auch schon probiert haben oder noch probieren müssen. Gose ist einfach ein wahnsinnig toller Bierstil – vielfältig, abwechslungsreich, durstlöschend, sauer, komplex, Leipzigerisch – GOSEARTIG! Daher rufen wir hiermit für den Tag unserer ersten Goseverkostung einen Gose-Feiertag aus. Der 17. November ist von nun an offiziell der INTERNATIONAL HAPPY GOSE DAY! Nicht zu verwechseln mit dem Happy Goose-Day, der ist am 29. September. Am 17.11. wird in Zukunft gefälligst jeder auf Facebook mindestens ein Gose-Bild posten, oder sich ein großes Glas eiskalte Gose über den Kopf schütten und ein Video davon hochladen oder mit vollen Gose-Gläsern den Harlem-Shake tanzen oder seine behaarten Eier in eine Gose halten und für uns fotografieren. Was man eben so macht am International Happy Gose Day. Goseanna!

Damit uns auch Wikipedia versteht: This tasting was historical. From now on we celebrate International Happy Gose Day on November the 17th.

Als Gosestreber hätten wir euch gern eine vollständige Liste mit allen bekannten Gosen hier als Zusatzinformation aufgeführt. Da Ratebeer.com und Untappd jedoch aktuell etwa 2200 verschiedene Gosen in ihren Datenbanken verzeichnen, ersparen wir uns und euch diese Aufzählung, die wahrscheinlich so lang wäre, dass wir das Ende des Internets erreichen würden und machen euch einfach Mut, beim nächsten Bierkauf mal nicht zum IPA oder zum Stout, sondern experimentierfreudig zur nächstbesten Gose zu greifen. Spätestens dann am 17.11.2016!

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2 Gedanken zu „GOSEARTIG! Der große Bier-in-Leipzig-Gose-Test

  1. le.x

    Hach, Eure Verkostungsrezensionen sind immer eine Lese wert. Die bildreichen Beschreibungen lassen einen vor Neid erblassen und kopfschüttelnd vor seinem eigenem Gaumen fragen aufblicken. An Gose muss man echt rankommen können – ich hab’s noch nicht geschafft und eigentlich bereits aufgegeben. Nach diesem Text werde ich es eventuell noch einmal versuchen, im übrigens sei ein Hinweis auf den Gosewander/rad-weg erlaubt, der sich nach und durch Leipzig schlängelt. Auf diesen gibt es zwar nicht den Variantenreichtum den ihr beschreibt aber genügend Möglichkeiten das Getränk in schöner Umgebung zu verkosten. – Danke für den wunderbaren Text!

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  2. Daniel

    Dank dir, l.ex, für die anerkennenden Worte und den Tipp zum Gosewanderweg. Und wir freuen uns, dir ein wenig Mut gemacht zu haben, doch noch einmal ein Rendezvous mit einer Gose zu wagen. Das lohnt sich, versprochen! Und wenn nicht, trinken wir auch gern die Reste aus, die übrig bleiben. Goseanna!

    Daniel (von Bier in Leipzig)

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