Das Leipziger „Bullet Brew Braukombinat“ – ein neuer Stern am Crafbeer-Himmel? Ein Exklusivinterview mit den Machern

Leidenschaft, Kreativität, Innovation und Regionalität. Dafür stehen die Biere der Leipziger Craft-Pioniere vom Bullet Brew Braukombinat. [Bild 1]

Vor einiger Zeit ließ uns eine ominöse Facebook-Seite aufhorchen, auf die wir eher zufällig gestoßen sind: Was und wer verbirgt sich hinter dem Leipziger Bullet Brew Braukombinat? Dort wird unter dem Claim „Awesome Craftbeer from Leipzig since 2016“ u.a. nicht weniger als die „Revolution der deutschen Crafbeer-Szene“ und der Einstieg ins Craft-Geschäft „im großen Stil“ angekündigt – und das offenbar von Plagwitz aus! Die Gerüchteküche brodelte, aber selbst intensive Recherche und der Buschfunk bei den üblichen Verdächtigen der Leipziger Bierszene brachten kein Licht ins Dunkel. Doch jetzt haben sich die beiden Macher Peer Borowski und Rico Schuster bei uns gemeldet. Sie boten uns ein Interview an. Und als Investigativjournalisten für die Leipziger Bier-Community lassen wir uns bei sowas natürlich nicht zweimal bitten. Beim Bier im Bayerischen Bahnhof verrieten uns Peer und Rico selbstbewusst ihre Pläne, kurz bevor sie bald ihre große Medienkampagne starten. Und soviel vorweg: Das wird ganz ganz großes Bierkino!

BIER IN LEIPZIG: Hallo Peer und Rico. Wer seid ihr und was hat euch zum Bier und nach Leipzig gebracht?

Peer Borowski: Ich komme aus der schönen Hansestadt Hamburg, das bessere Leipzig sozusagen (lacht). Ich bin eigentlich Informatiker und habe lange für ein großes deutsches Softwareunternehmen gearbeitet. In den letzten Jahren habe ich einige Startups aus dem IT-Bereich erfolgreich bei der Gründung und Konsolidierung am Markt begleitet. Zum Bier musste ich eigentlich nicht gebracht werden. Das hab ich schon immer gern getrunken.

Rico Schuster: Ich bin Rico und bin gebürtiger Leipziger quasi. Nach meinem BWL-Studium an der Uni Münster bin ich durch ein paar Firmen in verschiedenen Branchen getingelt, im Marketing und Vertrieb. Zuletzt habe ich da den europaweiten Vertrieb von Ersatzteilen von einem bekannten Motorradhersteller geleitet. Da kriegt man schon viel mit.

BIER IN LEIPZIG: Und was habt ihr für eine besondere Beziehung zum Bier?

Wie alles begann. Die Jungs von Bullet Brew in der Münsteraner WG-Küche. [Bild 2]

Peer Borowski: Keine besondere. Außer, dass wir es gerne trinken. Leidenschaftlich gern, könnte man sogar sagen. Das wichtigste bei allem, was man macht, ist ja die Leidenschaft. Wenn du etwas mit Passion machst, das merken auch die Leute und dann kannst du sie überzeugen, dass das, was du machst, richtig gut ist.

Rico Schuster: Bei mir hat die Verbindung zum Bier schon auch biografische Gründe. Mein Mitbewohner in der letzten Studenten-WG hat mal vor Jahren in der Küche mit so einem Einkocher selber Bier gebraut. Das hat zwar nicht besonders geschmeckt. Wir haben’s dann bei einer WG-Party trotzdem zusammen leergetrunken. Und irgendwie war dann für mich klar: du musst was mit Bier machen! Das ist gar nicht so kompliziert, wie du immer gedacht hast. Dafür schlägt dein Herz. Leidenschaftlich. Das hat dann aber lange gedauert, bis ich das jetzt auch wirklich mit Peer zusammen umsetzen kann.

BIER IN LEIPZIG: Und warum Craftbeer?

Rico Schuster: Craftbeer ist ein boomender Markt mit viel Wachstumspotential. Das ist im Moment nur eine kleine Nische, aber mit viel Luft nach oben. Und die Konkurrenz in Deutschland und im Speziellen in Leipzig ist noch überschaubar. Jetzt ist also quasi ein günstiger Zeitpunkt, um da groß einzusteigen. Und wenn man das richtig anstellt, kann man da richtig was rocken.

Peer Borowski: Und das ist ein sexy Produkt, mit Ecken und Kanten, mit Charakter. Der Til Schweiger unter den Bieren könnte man sagen. Noch dazu hat Craftbeer eine interessante, vielfältige Zielgruppe. Das spricht zum Beispiel gerade auch Frauen an.

Rico Schuster: Wie Til Schweiger!

Peer Borowski: Und überall auf der Welt, in fast allen Kulturen trinkt man Bier in der ein oder anderen Form. Diese Diversity ist uns sehr wichtig. Für unser Produkt, aber auch, was den Kunden betrifft. Vielfalt, dafür steht auch unser Bier. Wir wollen weg von dem Standard-Einerlei. Die Leute sollen merken: Selbst wenn man nach dem Reinheitsgebot braut, kann man so unendlich viele, verschiedene Biere kreieren. Wir wollen Mut machen, mal was Neues auszuprobieren. Jetzt probieren auch im wörtlichen Sinn. Also Bier probieren.

Rico Schuster: Ja. Und Bier ist so universell, das verbindet. Mit Bier kann jeder was anfangen. Unsere Mission ist es, Craftbeer aus der Nische herauszuholen und breiten Käuferschichten schmackhaft und zugänglich zu machen – in Deutschland und europaweit.

BIER IN LEIPZIG: Ihr seht euch also schon als eine Art Missonare in Sachen Craftbeer, als Gegenspieler zu den industriellen Einheitsbieren?

Mittlerweile haben Rico und Peer nicht nur ihren Stil, sondern auch das Fach gewechselt. Die einstigen IT- und Wirtschaftscracks machen nun auf Craftbeer. [Bild 3

Rico Schuster: Ja sicher. Craftbeer, das ist Authentizität, Qualität, Handwerk, Kreatitivtät, Charakter, Kompromisslosigkeit, Leidenschaft und was weiß ich noch alles. Das spielt für uns schon eine große Rolle. Also bei der Vermarktung unserer Produkte. Das ist schon in unserem Mission-Statement ganz tief verankert und zieht sich über die corporate identity bis ins corporate design und die ganze Markenkommunikation. Unsere PR-Strategie ist komplett danach ausgerichtet. Wir haben da eine gute Agentur aus Hamburg an der Hand, die macht super Vorschläge fürs storytelling in die Richtung.

Peer Borowski: Einfach nur Bier geht eben nicht. Du brauchst heutzutage immer ne überzeugende, gute Story dazu, hat man uns gesagt. Und die haben wir gemeinsam dann auch entwickelt! So assoziativ und kreativ. Brainstormmäßig quasi. Du musst den Leuten was zu erzählen haben. Also ne authentische Story.

Rico Schuster: Und der regionale Bezug!

Peer Borowski: Natürlich, ja. Leipzig. Und der Osten. Ganz authentisch. „So ehrlich und bodenständig wie der Osten.“ So ungefähr ist die Idee, die dahinter steckt. Aber auch unbeackert und mit soviel Potential zum ausschöpfen. Ödes Brachland sozusagen. Wie der Osten eben.

Rico Schuster: Quasi unser inoffizieller Claim.

Peer Borowski: Und Authentizität!

BIER IN LEIPZIG: Also warum startet ihr ausgerechnet in Leipzig? Ihr kommt beide aus dem Westen, oder?

Peer Borowski: Aus Hamburg, ja. Also ich zumindest. Rico kommt ursprünglich schon von hier. Der kennt diese Gegend als Ossi von klein auf quasi. Der hat in den 1980ern schon im Intershop für Craftbeer angestanden. (lacht) Leipzig ist so eine tolle Stadt, mit viel Lebensqualität und kreativen, aufgeschlossenen, jungen Leuten. Hier ist noch soviel Bewegung und Dynamik drin. Und Freiräume. Da musst du ja nur mal im Sommer auf diese Brücken im Park schauen, nach Reudnitz in den Lene-Park oder in diesen abgedrehten Technoclub auf der Messe. Da merkst du schon, dass was geht und, dass das Spirit hat. Auch die Mieten sind noch günstig. Nicht dass das für uns eine Rolle spielen würde. (lacht) Aber hier lässt es sich eben gut leben. Und Leipzig hat es einfach verdient, Craftbeer-mäßig auch in der 1. Liga mitzuspielen. Da wollen wir gemeinsam hin. Die Stadt hat da schon signalisiert, dass sie uns bedingungslos unterstützt und keine unangenehmen Fragen stellt.

Rico Schuster: Und die Eisenbahnstraße ist mittlerweile auch nicht mehr ganz so schlimm wie früher. (lacht)

BIER IN LEIPZIG: Springt ihr damit aber nicht auch ein bisschen auf diesen Boomtown- und Hypezig-Zug auf?

Peer Borowski: Hypezig?

Rico Schuster: Ja klar! Das Image, das Leipzig im Moment weltweit genießt, strahlt dann natürlich auch auf unsere Marke ab. Das heißt, wenn wir uns in der Kommunikation geschickt als ein Leipziger Startup platzieren. Wir haben deshalb für unseren Standort auch bewusst das trendbewusste Plagwitz gewählt. Das ist schon was anderes, als wenn du den Leuten erzählst, du braust Bier in irgend einem Kaff in Niederösterreich. Außerdem möchten wir mit unserem Engagment dem Osten auch ein wenig unter die Arme greifen. Hier ist ja selbst 25 Jahre nach der Wende noch nicht überall alles so rosig. Da kommen ein paar Arbeitsplätze und Gewerbesteuern doch ganz gelegen, oder?

BIER IN LEIPZIG: Gut, zurück zum Bier. Was plant ihr für den Einstieg für Biere und in welcher Größenordnung wollt ihr starten?

Rico Schuster: Also unsere Marktanalyse hat ergeben, das für den Anfang ein Pale Ale, ein IPA, also ein Indian [sic!] Pale Ale und ein Stout Standard sein sollten. Sehr bald kommt dann sicher noch ein Farmhouse, ein Wit und ein hopfengestopftes Helles dazu. Insgesamt möchten wir so 8 bis 10 Biere ständig im Portfolio haben. Plus diverse Saisonale, Sondersude und Collab Brews.

Peer Borowski: Und was Abgefahrenes. So mit Quinoa, Spitzwegerich und Schalen von Juru-Beeren. Vielleicht das Ganze als Gose. Da hast du ja auch wieder den Leipzig-Bezug drin. Und fassgereift. Fassgereift ist überhaupt gerade der heiße Scheiß. Das muss aber schnell auf den Markt kommen! Keine Zeit für Fässer suchen, Bier reinlegen und warten. Da schmeißen wir einfach ein paar Eichenchips in die Tanks. Den Unterschied schmeckt am Ende sowieso niemand. (lacht)

Rico Schuster: Ja Gose, ein Sauerbier! Schließlich haben wir von Anfang an auch den amerikanischen Markt im Visier. Die Namen „FAIPA – Fucking Awesome IPA“, „Original Leipzig Pale Ale“ und „100% Badass Mofo Stout“ kamen übrigens bei Probanden am besten an. Das werden dann unsere ersten Biere. Unser Double IPA heißt dann später AFIPA – Awesome Fucking IPA. Und auch weitere Fucking-plus-X-Kombinationen können wir uns gut vorstellen. „It’s Fucking Dark Ale“, „It’s Fucking Bitter“, „It’s a fucking Bock“. Bei „Fucking Hell“ haben wir uns übrigens mal gleich die Namens- und Markenrechte für Übersee gesichert. Die waren ja witzigerweise noch frei. Also für uns witzig. (lacht)

BIER IN LEIPZIG: Und dafür gibt’s auch schon die passenden Rezepte und Probesude?

Peer Borowski: Ja, na klar. Also, ich meine, fast. Wir stehen mit ein paar größeren Brauereien in Bayern in Verhandlungen. Die wollen uns das brauen und abfüllen. Zur Not kann man sich ja einfach an den veröffentlichten BrewDog-Rezepten orientieren. Plan B quasi. (lacht) Mit Gernot haben wir auch schon den richtigen Mann dafür am Start.

BIER IN LEIPZIG: Das ist euer Brauer?

Braumeister Gernot, der Mann für’s Grobe, kam über Wacken nach Leipzig. Mit Peer und Rico teilt er die Leidenschaft fürs Bier(trinken). [Bild 4]

Peer Borowski: Ja. Unser Mann für’s Grobe sag ich immer. (lacht) Der kann ja heute leider nicht, der sucht gerade ein neues WG-Zimmer in Berlin. Da studiert er seit Herbst Brauerei- und Getränketechnologie. An der TU. Er hat bis vor kurzem ein Praktikum bei Radeberger gemacht und sieht aus wie Brad Pit. Und der hat mehr Tattoos als Johnny Depp und Ozzy Osbourne zusammen. Ein Frauenschwarm. Genau der richtige Typ für unsere Kampagne. So einen brauchst du im Craft-Geschäft. (lacht)

Rico Schuster: Aber der Vertrieb vom Bier steht schon, erstmal deutschlandweit, auch in größeren Supermarktketten und so. Aber früher oder später musst du dich auch darüber hinaus orientieren. Ich sag nur Indien, Russland und China.

Peer Borowski: Die Etiketten sind auch schon gestaltet und gedruckt. Stichwort Corporate Identity.

BIER IN LEIPZIG: Okay, ihr lasst euer Bier also Brauen, und nicht unbedingt in Leipzig. Wie steht’s denn da tatsächlich mit dem lokalen Bezug und der Authentizität?

Rico Schuster: Unser Firmensitz ist in Plagwitz. Deshalb sind wir ein Leipziger Startup. Punkt! Und dass unser Bier nicht direkt hier gebraut wird, kommunizieren wir auch von Anfang an ganz offen und transparent auf unserer Website. Transparenz ist uns insgesamt wichtig. Und wer weiß, vielleicht setzen wir hier später auch doch noch ne Brauerei hin. Wenn sich dadurch ein paar Prozesse optimieren lassen, warum nicht? Das müssten wir mal durchrechnen.

BIER IN LEIPZIG: Gut. Welchen Ausstoß plant ihr denn für den Anfang?

Peer Borowski: Das erste Bier gibt es ab April, spätestens Mai . Dieses Jahr wollen wir so 20.000 Hektoliter einbrauen. Die sind auch schon so gut wie verkauft. Für 2018 planen wir 50.000 Hektoliter, spätestens 2020 dann 150.000. Damit wären wir in einer Größenordnung wie beispielsweise BrewDog heute. Und danach, mal sehen. Das hängt alles ein wenig daran, wie sich der Craftbeer-Markt international entwickelt.

BIER IN LEIPZIG: Das klingt nach ganz ordentlichen Dimensionen. Könnt ihr das stemmen, auch finanziell?

Rico Schuster: Warum kleckern, wenn man Klotzen kann? Warum sollen wir mit einer selbstgebauten 50-Liter Brauanlage in irgendeiner verranzten Garage starten? Wir wollen das Ding von Anfang an richtig groß aufziehen. Und profesionell!

Peer Borowski: Das soll jetzt aber nicht großkotzig und überheblich klingen. Wenn andere Brauer einen anderen Ansatz fahren und in irgendeiner Klitzsche bei Mutzschen ihre 400 Liter im Monat einbrauen, dann ist das auch total okay. (lacht)

Rico Schuster: Zu unserem Startkapital nennen wir natürlich keine genauen Summen. Uns stehen aber für die ersten drei Jahre Gelder im hohen siebenstelligen Bereich zur Verfügung. Also nur für die Bierschiene. Für die Gastro kommt dann nochmal Geld dazu.

BIER IN LEIPZIG: Zur Gastronomie kommen wir gleich noch. Aber woher habt ihr als Gründer eine solche Summe?

Bleiben trotz großer Pläne geerdet. Peer und Rico nach dem ersten erfolgreichen Pitch beim Großinvestor aus den Staaten. [Bild 5]

Peer Borowski: Ich habe aus meiner Zeit in der IT-Branche noch ganz gute Kontakte zu Risikokapitalgebern. US-Fonds und so. Das ist ja in dem Bereich nicht schwer, an Geld für Startups zu kommen. Also wenn die Geschäftsidee stimmt. Und gerade wenn du Amerikanern dann was von Craftbeer in Deutschland erzählst, werden die schnell hellhörig. Die sehen sofort das Potential.

Rico Schuster: Auch die SAB [Sächsische Aufbaubank; Anm. Bier in Leipzig] schießt eine ordentliche Summe dazu. Wir schaffen ja schließlich Arbeitsplätze in der Region quasi. (lacht) Die Bürokratie dabei ist übrigens gar nicht mal so schlimm, wie man immer denkt. Man muss nur an den richtigen Stellen im Formular die richtigen Trigger und Buzzwords setzen. Dann läuft das.

BIER IN LEIPZIG: Ihr habt gerade angedeutet, dass ihr auch im Gastro-Bereich Pläne habt. Könnt ihr schon mehr dazu sagen?

Peer Borowski: Eigentlich soll das eine Überraschung werden. Deshalb wollen wir da noch nicht allzuviel verraten. Vielleicht reichen den Leuten da draußen ein paar Stichworte als Teaser? Ich sag nur: 2 x 24 Taps, Zentrum und Karl-Heine-Straße, Bottleshop in Kooperation mit 4-5 größeren Playern aus den Staaten, die hier noch nicht jeder auf dem Schirm hat.

Rico Schuster: Als Einstieg zumindest. Dazu auch innovatives Food, das richtig gut mit dem Bier matched. Gerade was so Pairinggeschichten angeht, ist Leipzig ja noch Entwicklungsland. Da wollen wir auch für die anderen Player im Umfeld neue Möglichkeiten aufzeigen und benchmarks setzen. Jeder weiß, dass gutes Bier mit so ziemlich jedem internationalen Gericht hervorragend harmoniert. Nur die wenigsten bekommen es richtig hin. Das wollen wir ändern.

BIER IN LEIPZIG: Wie sind eure weiteren Zukunftspläne? Wo seht ihr euch in fünf oder zehn Jahren?

Rico Schuster: Also unser Businessplan sieht vor, dass wir in fünf bis sieben Jahren Marktführer im Craft-Segment in Deutschland sind. Und ein wichtiger Player in Europa und den USA. In zehn Jahren lassen wir uns dann von ABInBev oder Carlsberg aufkaufen.

Peer Borowski: Wenn’s gut läuft vielleicht auch schon früher. Die Verhandlungen in die Richtung laufen jedenfalls schon mal ganz gut. (lacht)

Rico Schuster: Ja! (lacht)

BIER IN LEIPZIG: Achso. Eine Übernahme ist schon fest eingeplant?

Peer Borowski: Ja klar!

BIER IN LEIPZIG: Wenn’s soweit ist, was macht das dann aber mit eurer unternehmerischen Eigenständigkeit? Eurer Vision oder Mission in Sachen Craftbeer?

Peer hat bereits seinen Untappd-Account angelegt und pflegt profimäßig die ersten Sude ein. [Bild 6]

Peer Borowski: Ich verstehe die Frage nicht.

Rico Schuster: Also, ich glaube, da habt ihr zu romantische Vorstellungen. Wir bekommen Geld von anderen Leuten und aus staatlichen Töpfen, damit wir hier was aufbauen und großziehen. So richtig groß. Unser unternehmerisches Geschick führt zum Erfolg. Unsere unternehmerische Freiheit und Eigenständigkeit erlaubt es uns dann, später beim Auscashen für uns selbst auch ein Stück vom Kuchen mitzunehmen. That’s it.

BIER IN LEIPZIG: Und wenn es nicht so gut läuft?

Peer Borowski: Ich verstehe die Frage nicht. (lacht nicht)

Rico Schuster: Das wird nicht passieren. Das ist alles perfekt durchgerechnet. Das läuft.

BIER IN LEIPZIG: Wir drücken euch auf jeden Fall die Daumen. Vielen Dank für das Gespräch! (lachen)

Die Facebook-Seite des Bullet Brew Braukombinats findet ihr: hier


Bildquellen:

  1. Alba García Aguado – https://www.flickr.com/photos/albadawn/7061518061/ – CC BY-NC 2.0
  2. Becky Stern – https://www.flickr.com/photos/bekathwia/3451625178/ – CC-Lizenz: CC BY-SA 2.0
  3. Sandra Druschke – https://www.flickr.com/photos/sandy_vandeo/17460551266/ – CC-Lizenz: CC BY 2.0
  4. Nik Taylor – https://www.flickr.com/photos/niktaylor/2083036449/ – CC-Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0
  5. David, Bergin, Emmett and Elliott – https://www.flickr.com/photos/beglen/183194329/ – CC-Lizenz: CC BY 2.0
  6. Birgit Kulbe – https://www.flickr.com/photos/tobisven/15338256970/ – CC-Lizenz: CC BY-NC 2.0

 

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