Yokozuna mit Ballettschuhen – Das Apoldaer Hefeweizen Dunkel

Schon Prokofjew diente es als Muse: das Apoldaer Hefeweizen Dunkel

Die Farbe des Biers ist dunkelmahagoni. Man bereut fast, dass man es aus einem Hefeglas trinken muss.

Der Duft geht sanft, aber bestimmt in Richtung belgisches Bruin, was erstmal nicht unbedingt schlecht ist. Nach einer Weile kracht in die friedliche belgische Note jedoch eine heftige Portion sumoringermäßiger Hefe. Yokozuna Yeast. Eine gute Kombination die im Winter angeschlagene Männer dem Bier wieder näher bringt und zu Lebenskräften verhilft.

Der erste Schluck ist gewaltig, beerig und zwar dunkle Beeren, ne große Ladung davon. Dann wird das Ganze plötzlich von der Hefe durchsetzt, als ob es um einen Zweikampf unter Frauen um einen gutaussehenden Mann – nennen wir ihn Srdan Majstorovic – gehen würde. In der Liebe und beim Hefeweizen ist bekanntlich alles erlaubt. Augenkratzen, Unterleibsschläge, Zungenküsse.

Die Kohlensäure perlt ungezügelt auf der Zunge herum und unterstützt sowohl das beerige und hefige Bier, das im Abgang einen Hauch von Brot hat. Aber kein lahmes Schwarzbrot, irgendwas mit ordentlich Gerste drin, die noch mal einen schönen Turbo zündet und Lust auf das nächste Apoldaer Hefeweizen macht.

Interessant ist zudem die ballerinaartige Leichtigkeit, die das Bier hat. Es wirkt nicht aufgesetzt oder übertrieben und macht nicht auf schweren, dickflüssigen Bodybuilder. Eher ein geschmeidiges, dunkles Hefeweizen, das prickelt und unbedingt mal getrunken werden sollte.

Das Apoldaer Hefeweizen Dunkel bekommt ihr in Leipzig bei Getränke Fristo (Wahren).

^sm

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