Archiv der Kategorie: Belgien

CHIMAY BLAU 2010

Manche Biere sollte man etwas stehen und alt werden lassen. So zum Beispiel diesen raffinierten Belgier. Die Belgier bauen keine Panzer aber sie mache Bier wie Panzer.
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Chmay blau ist immer eine Überraschung. Der Jahrgang 2010 war – oder zumindest die Flasche die ich hatte – recht leicht, fast wie ein davonlaufendes Reh, nicht schwer, alles geschmeidig und ohne große Aufregung.
Dabei hatte ich Angst, denn der Geruch war schwer. Tonnenweise dunkle Frucht war das nämlich mit einer ganz kleinen Note Frucht.
Wer Chimay Blau des Hopfen wegens trinkt ist so richtig auf dem falschen Weg, Chimay Blau ist so wie Eric Cantona, grantig aber immer für einen Geniestreich gut.

^sm.

Floreffe Blond

Guten Tag Bierfreunde! Heute das Floreffe Blond von der Brauerei Abbaye de Floreffe (by floreffeBrasserie Lefebvre).

Also das Floreffe Blond duftet erstmal recht scharf nach sehr reifen Zitronen. Dann kommt eine gute Schippe Würze hinzu. Man fühlt sich an Nelken und ein wenig Pfeffer erinnert.

Der erste Schluck ist warm und transportiert sofort eine Lawine von unterschiedlichen Geschmäckern über die Zunge. Man denkt wieder augenblicklich an Zitronen und reife Birnen.

In der Mitte baut sich ein gigantischer Garten des Hopfens auf, der eine unglaubliche Tiefe auf die Zunge pflastert. Im Abgang kommt eine massive Portion Säure hinzu, die nicht stört, sondern dem nachklingenden Hopfen nochmals unter die Arme greift und ihm ein finales Comeback ermöglicht.

Das Floreffe Blond ist ein absolut überzeugendes Pferd, ein galoppierendes Geschöpf von wunderbarem Wert.

^sm

Corsendonk Agnus

Oi! Jetzt das Corsendonk Agnus von der Brauerei Corsendonk.
corsendonkKommen wir direkt zum Punkt. Ein Bier das mit einer geballten Ladung heller Frucht und bezaubernd guter Hefe über die Zunge stürmt. Die Kohlensäure raubt einem fast den Atem, man staunt, ist gebannt, ist in der Wucht der Frucht gefangen, ist sprachlos, man rauft sich das Haar, denkt sich: nein das kann nicht sein und dann doch, es ist so wie es schmeckt. Ein Belgisches Tripelgewitter, das einen um Gnade winseln lässt. Ein Hammer von Bier, das den besten Ambos zertrümmert. Ein Bier, das sich nichts versteckt und zeigt wie schnell es laufen kann. Ein Bier wie eine Mig 29 in Geil.

Großartig!

Um die volle Geschmackstiefe zu erleben sollte man es nach dem Kauf zügig trinken. Wenn es länger steht wird es alkoholischer und verliert leider doch einiges der Frucht und Hefe die das Corsendonk Agnus so stark machen.

Zu Kaufen in einigen Filialen von Lösch Depot in Leipzig.

^sm

Hoegaarden

Das Hoegaarden. Irgendwo in meinem Bierdepot war noch eine Büchse vom letzten Amsterdam HoegaardenBesuch. Und am Sonntag erste Sonnen die mehr auf der Hüfte hatte als nur ein wenig Wärme.
Dann das Hoegaarden. Ein Belgisches Wit, vielleicht das Belgische Wit. Die frische des Biers fällt sofort auf, eine überwältigende Fruchtigkeit macht sich über die Zunge her und mündet in einen schönen weichen Abgang. Zitrone und Orange verbinden sich mit Hefe, ein eindrucksvoller Tanz nimmt seinen Lauf. Das Hoegaarden hält immer was es verspricht und trotz der Feinheiten bleibt es bodenständig und wunderbar voll aber leicht.
Pierre Celis der den Witbier Stil mit dem Hoegaarden geprägt und vor allem wiederbelebt hat, ist mit seinem Wit das er im März 1966 zum ersten Mal einbraute ein kleines Wunder gelungen.

sm.

Rodenbach Classic

Gestern an den Gaumen gelassen. Das Rodenbach ist ein Edelbier. Gute Fässer, gute Rohstoffe, Rodenbachgute Brauer und und und. Uns fiel sofort ein brutaler Essig-Geruch auf, der normalerweise eher in einen deftigen Linseneintopf passt. Die Blume verstirbt recht schnell. Die Farbe ist satt rotbraun. Vom Antrunk an macht sich ein starkes und sehr säuerliches Weingefühl breit, das seine Intensität bis zum Abgang hält. Das Bier hinterlässt einen extremen und ausdauernden Geschmacksknall. Das Rodenbach hat definitiv eine gewisse Tiefe und Undurchsichtigkeit. Allerdings war es nicht unbedingt unser Fall. Edelbier hin oder her, kann man muss man aber nicht zwingend.

^sm

Leffe in der Substanz Leipzig

Leffe vom Fass. Ein spezielles Bier, so speziell das es von der Substanz in Leipzig unter die Theke geholt wurde.Leffe-Substanz
Der Geschmack ist unglaublich Hefig, das Bier kommt mit einer bezaubernden Krone daher die schön fest ist und jeden Lippen schmeichelt, leichte Orangennote verbindet sich mit einem Hauch von Marzipan und vollendet den Abgang des Bieres in einer hübschen Geschmacksvielfalt. Von den 6,6 Prozent Alkohol merkt man kaum etwas. Prost auf die Belgier.

sm

Schwere Geschütze

Belgien

Heute die Rubrik schwere Geschütze und wenn es um schwere Geschütze geht, geht es in erster Linie um Belgien. In Belgien hat jedes Dorf mindestens drei Brauerei und eine gute Runde Bier wird in Belgien niemals mit einem Faustkampf ihr Ende finden, dafür sorgt das Bier. Belgien ist in Sachen Bier ein HEAVY PLAYER. Eine Nation voll verrückter Menschen die nichts anderes machen als Bier. Die Belgier bewegen sich ohne Ängste in den extremen Bereichen des Biers. Der meist recht hohe Alkoholgehalt wird dabei jedoch so wundervoll im häufig überwältigendem Geschmack der unterschiedlichen Biere perfekt versteckt.
Ein großes dieser Belgischen Biere ist das Corsendonk Agnus. Das Agnus ist ein Triple Bier mit einem heftigem Orangenduft. Die wunderbar im Bier verarbeitete Hefe sorgt für eine überraschende Weichheit die dem Gaumen schmeichelt. Das Agnus bleibt bis zum Abgang unfassbar prickelnd. Die Belgier.

Das Corsendonk Agnus kann Frau oder Mann beim Lösch Depot in der Stieglitzstraße kaufen.

sm.