Archiv der Kategorie: Groningen

Pandora von der Brouwerij Maximus

IMG_1164Bei unserem letzten Bierlaub in Groningen haben wir unter anderem die Brauerei Maximus aus Utrecht kennengelernt. Über das in meinem Gaumen leckerste Bier PANDORA will ich euch etwas mehr erzählen. Es handelt sich um ein Dutch Pale Ale mit amerikanischem Hopfen. Die Etiketten sind sehr straight, einzigartig, monochrom und heben sich angenehm von normalen craft beer Etiketten ab.

Es sieht zunächst sehr reizend aus: dunkel und bernsteinfarben, sehr dickflüssig, gehaltvoll fast schon sämig, enorm viel Schaum. Vom Flaschenboden kommt einiges an Rückständen mit ins Glas. Wenn das der Grund war, es nach Pandora (viel mehr nach ihrer Büchse) zu nennen, dann nenn‘ ich das eine ordentliche Portion Selbstironie. Den Geruch dominieren vergorene Früchte. Führt man den Fruchtkorb zum Mund ist der Antrunk vor allem Pfirsich, frischer reifer Pfirsich mit einem Anklang vereinzelter dunkler Früchte. Im Körper wird das Pandora ganz spritzig, eine schneidende Hopfenklinge fährt durch den Mund, geschwungen durch ordentlich Kohlensäure. Ein wenig Vanille macht die Klinge geschmeidig und seidig. Der Abgang kippt dann eine Spur zu sehr in Richtung Frucht, zumal vergorene Frucht, alkoholisch-hefig (6,6 % Vol.) schlägt es durch. Nur ein wenig bitter. Aber mit anhaltendem Nachgeschmack.

Pandora erinnert ein wenig an Belgian Style IPAs und ist ein Bier, das man langsam trinken muss. Es wird mit jedem Schluck besser und sollte tatsächlich mit Bedacht genossen werden. Es ist nix zum nebenbei trinken, da dann nur die überreifen Früchte knallen. Pandora, die Allgeberin, die Allbegabte vom alten Hesiod in das Paradoxon „schönes Übel“ gepackt gibt viel und zeigt doch, dass unter ihrer Schönheit ein Abgrund liegt. Absurd ist, dass es das Pandora nicht aus Büchsen gibt.

PS: Gibts natürlich nicht in Leipzig, aber zum Beispiel beim Zwerg.

^sg

Bierlaub in Groningen

Wir versuchen ja mindestens ein mal im Jahr in die Niederlande zu fahren, ganz einfach weil das Angebot an internationalen Bieren dort am größten ist. Normalerweise ist dort immer Amsterdam. Dieses mal haben wir uns für ein Wochenende Groningen entschieden. Wir können euch nur sagen: Absolut empfehlenswert! Eine unglaublich nette und schöne kleine Stadt (ca. 200.000 Einwohner), die durch ihren riesigen Studentenanteil (ca. 50.000) der Rijksuniversiteit Groningen extrem lebendig ist. Wir waren dank Airbnb in einem klassischen holländischen Häuschen untergebracht, fußläufig zur Innenstadt. Und so kann man denn auch die Tage in Groningen bestens verbringen, ein Spaziergang entlang der kleinen und großen Grachten mit einem kleinen Hoegaarden in der Hand, ein Abstecher in eine der unzähligen Kneipen, eine Krokette beim Febo, ein nettes Gespräch mit einem Groninger und der Tag verstreicht sanft….

Spannend für uns war zu sehen, dass auch der holländische Biermarkt in Bewegung gerät und viele neue Brauereien entstehen, die auch noch richtig geile Sachen machen. Baxbier zum Beispiel (siehe auch hier) oder Maallust oder Maximus! Darüber hinaus ist es immer wieder großartig einfach so de Molen oder Brouwerij ‚t IJ an jeder Ecke zu bekommen! Der ansässige Bierladen van Erp war sehr ordentlich – dort bekamen wir zum Beispiel das vermutlich beste Witbier weltweit: Jopen Adriaan Witbier. Viel besser ausgestattet war allerdings der MITRA – unglaubliche Auswahl auch an holländischen und belgischen Sachen zu fairen Preisen. Absolutes Highlight war natürlich das Speziaalbiercafe de Koffer mit seinem unglaublichen Angebot! Mal so eben ein BrewDog Punk IPA vom Fass oder ein Anchor California Lager natürlich auch vom Fass. Wenn man dann bei den Flaschenbieren auch noch den Trooper von Iron Maiden Beer findet ist die Bierwelt perfekt!

Bax Bier – Kon Minder Citrus Pale Ale

Hallo,

heute das Kon Minder Citrus Pale Ale der Bax Bier Brauerei aus Groningen. Und ja was soll ich sagen. Nach dem ersten Schluck samt voller Länge dachte ich mal wieder, was für ein verdammt geiles Bier. Der Duft lässt schon eine Hopfenartillerie erahnen. Das Zitronige sticht aber noch am meisten aus der Hopfenschnauze dieses Biers heraus.

Im Antrunk kommt10322824_480437445435944_4691783936144296231_n eine gewaltige Ladung Hopfen mit Zitrone die über die Zunge krabbelt und in einen Mittelteil übergeht der sich bahnbrechend in den Abgang wuchtet um dort einfach einen Hopfenstinkefinger zu zeigen, der einen fasziniert und durch den Geschmack schwer angeschossen zurücklässt.

Das Kon Minder ist eine absolute Wucht. Wer es irgendwie in die Finger bekommen kann sollte zugreifen.

Ein kleines Wunder.

sm

PS: Getrunken übrigens im Café de Koffer