Archiv der Kategorie: Pale Ale

Craft oder nicht Craft – das ist hier die Frage. Zu Besuch in Cliff’s Brauwerk

Saubere Sache: die Biere von Cliff’s Brauwerk

Nachdem wir bereits bei der trubeligen Eröffnung einen kurzen Abstecher zu Cliff’s Brauwerk gemacht und eine erste Kostprobe vom Bier genommen hatten, waren wir in der letzten Woche mal in Ruhe dort und haben uns von Cliffs handgebrauten Bier begeistern lassen. Dem wirklich ersten Leipziger Craft Beer! Weil, wirklich im Leipziger Waldstraßenviertel gebraut! Aber halt! Wie in der ein oder anderen Leipziger Braugaststätte wird hier bei Cliff das Wort Craft nicht in den Mund genommen, obwohl sich damit womöglich mehr Aufsehen erregen ließe. Weiterlesen

L’Olmaia 5 – die italienische Lady

Hallo Leute, ich habe ein paar Biere aus Italien geschenkt bekommen. Sie waren wohl alle im Delikatessengeschäft Eataly zu haben. Man hört ja viel gutes vom italienischen Craftbeer und bekommt außer Brewfist doch nicht so oft was in die Hände. Also teste ich mich da für euch mal durch und beginne mit dem L’Olmaia 5 von Birrificio Olmaia aus Montepulciano in der Toskana. Laut Brauerei handelt es sich um ein Light Blonde, anderswo findet man auch Belgian Pale Ale. Mal sehen.
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Im Glas sehen wir ein Bier, wie es im Buche steht. Sollte man prototypisch ein Glas Bier abbilden, würde es wohl genauso aussehen. Über dem intensiv-gelben Getränk thront ein großporiger,  mächtiger Schaum, stabil und wolkig, sieht tatsächlich aus wie direkt vom Fass. Es riecht malzig, wie frisch aus dem Braukessel, dabei steigt aber keinerlei Fruchtigkeit oder Säure in die Nase, man kann sich nicht entscheiden, ob man’s wirklich gut findet.
Der Geschmack ist dann ganz anders. Vermittelt sofort eine schlanke Ausgewogenheit, eine wogende Harmonie und ein ganz angenehmes, weiches Mundgefühl. Sonst ist das Bier erst mal nur bitter, bitter und bitter. Man muss sich etwas reintrinken, um wieder Nuancen wahrzunehmen. Dann spürt man neben der starken Kohlensäure im Antrunk eine leichte Fruchtigkeit, die aber schnell im Körper des Bieres versickert. Mit jedem Schluck mehr offenbaren sich versteckte florale Noten, die aber eher in Richtung Aster als Kornblume gehen. Der Körper ist etwas erdig mit sanften Honignoten, der Abgang wieder ausgewogen bitter und spritzig. Zwischendurch gibt es immer mal wieder unangenehme etwas zu muffige Malznoten, die arg so schmecken wie ein Brauhaus riecht. Der Alkohol (5,5%) ist kaum zu merken, genau so wenig wie das L’Olmaia 5 ölig wird, es bleibt dünn im besten Sinne. Ein spritziges, erfrischendes Bier, das doch sehr gelassen bleibt und seinen Trinker nur leicht anregt.
L’Olmaia 5 ist schlank und doch opulent, eine strenge und doch elegante italienische Lady. Keine Nonna, eher eine Sophia Loren, in mittelalt, die dir sanft flüstert „Don´t be nervous, I am with you.“

^sg

Maisel & Friends Pale Ale im Hotel Seeblick

Kleine Entdeckung im Hotel Seeblick: Das Maisel & Friends Pale Ale. Nach den herben Enttäuschungen von Maisels & Friends aus den 0,75er Flaschen im chicen Gourmet-Holzregal, ist das jetzt mal nen kleiner Hammer. Das Pale Ale bietet so ziemlich alles auf, was man an aromatischen Hopfen reinschmeißen kann: Herkules, Chinook, Amarillo, Simcoe und Citra. Dementsprechend ist dann auch die Fruchtbombe, die einem schon aus dem Glas entgegen tickt. Auch Antrunk und Körper sind nur Frucht, ein Fruchtteller, ach was rede ich, ein Fruchtkorb – mit dicker Schleife! Dazu die schön süßlich-karamelligen Malznoten, wie der Zuckerguss! Im Abgang geht dem Pale etwas die Puste aus, aber nun gut was soll nach so viel Frucht noch kommen. Vielleicht hätte es hier noch eine Biternote vertragen. Vielleicht wurde es mir im Seeblick auch einfach zu warm serviert. Alles in allem ein super-süffiges American Style Pale Ale, das znoch um Star des Sommers 2015 werden könnte.
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PS: Ansonsten war’s leider eher enttäuschend im Seeblick. Nicht nur was das weitere Bier-Angebot angeht. Das Essen nur am unteren Durchschnitt. Die Bedienung zwar nett aber nicht wirklich fähig/kundig (Kommentar beim Servieren des Essen: „Viel Erfolg!“), lange Wartezeiten und hart angezogene Preise.

^sg

Beck’s hat sich CRAFTIG verhoben – Die neuen Beck’s-Biere im Schnelltest

Beck’s macht jetzt wieder neues Bier und man staunt schon über die Aufmachung der ganzen Sache. Da denkt man sofort an Kaugummi bei dem Label. Wenn man bedenkt, dass dieses Beck’s-Gerücht ja lange Zeit kursierte, dann überlegt man sich schon warum die Biere so katastrophal gesichtslos geworden sind. Man kann sich auch nicht erklären was das alles soll. Ein Witz so schal wie von Fips Asmussen. Soll das der neue Anspruch vom Beck’s sein? Ist es InBev, die irgendwas zurechtballern, um noch mehr Marktanteile zu verlieren um dann sogar von Heineken aufgekauft zu werden. Niemand weiß es.
IMG_20150319_183608Die Biere hinterlassen einen wirklich verstörenden Eindruck. Das Pale Ale ist mit Cascade gehopft. Und ja ich weiß wir alle haben ihn ein wenig über, aber den geilen Cascade-Geschmack bekommt sogar meine Oma mit Erdbeermarmelade besser hin. Dann ist da diese Alkoholnote, man fragt sich was los ist, warum kann der Alkohol nicht besser versteckt wird. Das Amber Lager hört sich erst mal interessant an, ich unterstreiche interessant aber nicht innovativ und da haben wir dann ’ne recht nette Farbe, es duftet auch schön malzig. Da keimte schon Hoffnung auf aber auch hier geschmacklich extrem unangenehm. Inspired bei Australia steht drauf – weil nämlich die Australier den ganzen Tag in der prallen Sonne sitzen und hochprozentiges Amber kippen.

Komischerweise waren ja sehr viele gespannt darauf, was Beck’s da so zusammmenballert und das tIMG_20150321_192259rifft es recht gut. Zusammengeballertes Bier von der Weser oder von sonst wo. Beck’s hatte die große Möglichkeit als erste Riesenbrauerei etwas mit Stil zu machen aber so ist es nur der schiefe Purzelbaum eines Kleinkindes das will aber nicht kann. Man kann kaum glauben, dass die Bremer Braumeister hier so durften wie sie wollten und könnten. Das Traditionspils war übrigens noch das beste. Man denkt beim ersten Schluck, ach schau an, Beck’s macht jetzt auch Flens. Dieser Traditions-Zusatz im Namen nervt übrigens ziemlich. Wir wünschen Beck’s alles Gute aber der Zug ist abgefahren. Wer will als Nächstes?

PS: Momentan zu kaufen in den Leipziger Lösch-Depot-Filialen.

Hier der Link auf unseren kleinen Leak vom Juni 2014: Springt Beck’s auf den fahrenden Zug auf?

^sm / ^sg

Disclaimer: Wir finden das Bier nicht aus ideologischen Gründen schlecht oder weils gerade so chic ist, alles, was aus Industriebrauereien kommt scheiße zu finden oder weil es schlecht fänden, dass große Brauereien ihrem Sortiment neue Biere hinzufügen: Wir beurteilen immer von hinten, also vom Produkt! Und das schmeckt uns nicht!
Bei der Geburt-Becks

Passion für das One Claw Rye Pale Ale

Unsere Entdeckung des Jahres 2015 ‪#‎sofar‬! Das One Claw Rye Pale Ale von Westbrook Brewing Company. Eine wirkliche Granate! So viel Maracuja war noch nie. Das gepaart mit dem kräftigen Roggen ist eine einzigartige Kombination. Maracuja – entlehnt aus der südamerikanischen Indiandersprache heißt Nahrung aus der Schale, was gäbe es also passenderes, als dieses Gesöff mit einer zarten Dose zu ummanteln. Maracuja, Passiflora edulis – die Frucht der Passionsblume. Wir sind voller Passion (sprich Päschen) für dieses kleine Wunderwerk.

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Gibts aktuell und limitiert bei den BierFreunden.

BRAUSTROM – Leipzigs erstes Craft Beer

Wir kommen in die Wohnung von Cathrin und Jann und treffen zwei sehr entspannte Menschen, die das erste Leipziger Craft Bier herstellen. Kaum an einem großen rauhen Tisch Platz genommen, hat Jann schon ein Pils an der hauseigenen Zapfe eingelassen. Moment! Waren wir nicht da, um das neue Monohop Cascade zu kosten? Ja aber wir beginnen mit dem Pils. Das solls nämlich auch bald unter dem Braustrom-Label geben – Arbeitstitel Hausmarke. Ein einfaches, klares, sehr süffiges Pils mit 4,7%. Es ist ein Gebrauchspils, dabei ein handwerklich hergestelltes Bier. Es macht tatsächlich keinen Kater (Wir haben getestet!), läuft richtig gut rein und soll einmal in Halb-Liter-Flaschen in Leipziger Spätis zu haben sein. Es ist durchaus vorstellbar, dass ein so unaufgeregtes, dabei schmeckbar gutes, leicht süßliches Pils zu Leipzig passt.

Cathrin und Jann haben viel vor und haben momentan nur ein Thema: Bier! Da geht es schnell um eine eigene Gastronomie, ein Leipziger Craft Beer Festival, neue Marken, neue Biere, Craft Beer Stores etc. So viele Träume, dass man sich gern mit auf die Schwingen setzt und forttragen lässt, in ein kleines Bierparadies. Zurück auf den Boden der Tatsachen bringt einen nur die Frage nach dem nächsten Bier. Und jetzt wird auch das Monohop Cascade aufgetischt, dass die beiden entwickelt haben.IMG_1548

Die 1600 Flaschen sind händisch abgefüllt und verkorkt (alles im Brauhaus Röglitz), werden jetzt gerade mit selbst gestempelten Etiketten versehen und warten momentan im Braustrom-Schlafzimmer auf ihre Kunden.

Im Glas ist es dann überraschend dunkel, fast schon bernsteinfarben. Der Geruch stellt einen schon  etwas auf die Probe und bereitet vor, auf das was kommt: süßlich, karamellig, dunkle Frucht, fast schon likörig. So ist dann auch der erste Schluck kaum fruchtig im cascade-typischen Citrus-Sinne, sondern stark nach Biskuit schmeckend, süßlich, fast schwer. Die Hefe spielt hier nicht nur eine Nebenrolle. Alles andere als ein leichtes sommerliches Cascade, sondern ein Herbst und Winterbier. Man stelle sich vor, am Fenster einer Großstadtwohnung zu sitzen, draußen fallen dicke Flocken, die Stadt wird gedämpft, das warme Licht der Straßenlaternen refklektiert schwach. Genau hier gehört das Braustrom Cascade hin. Der Tropfen ist durchgängig spritzig und anregend, er wirkt dickflüssig und voll, schmeckt dabei durchaus alkoholisch (hat aber nur 5,2%). Das Prachtstück des Braustrom Monohop Cascade ist aber der Abgang. Er fächert sich in unzählige komplexe Geschmacksnuancen auf, bleibt nahezu ewig auf der Zunge und im Rachen, prickelt dabei aufregend.

Das Braustrom Monohop ist ein Bier, dass sich unterscheiden will. Es ist wie ein entspanntes Bad im Nichtschwimmerbecken, bei dem man nie Angst hat wirklich schwimmen zu müssen, ein wirkliches Einstiegsbier! Es ist vorstellbar, dass dieses Bier bei Leuten, die sich ein wenig auskennen enttäuschen wird, da man bei Cascade ja Fruchtigkeit und Citrus erwartet, aber Biskuit und karamellige Hopfigkeit bekommt und ein Finish, das seinesgleichen sucht. Vielleicht ein wenig vergleichbar mit den enttäuschten Reaktionen auf das Anchor IPA, das auch nicht alles auf die Karte Fruchtigkeit setzt. Wir für unseren Teil stehen total darauf!

Das Monohop gibt’s ab ca 20.10.2014 auf www.braustrom.de: „Bei einer Bestellung zwischen 2 und 30 Flaschen wird das Pale Ale in Leipzig persönlich mit dem Fahrrad ausgeliefert.“ heißt es auf der Website. Momentan gibt es das Monohop bereits im Kiezkontor. Weitere Leipziger Spätis und Gastronomien findet ihr ständig aktualisiert hier.

PS: Der Preis fürs Monohop liegt im Späti bei 3,50€, in der Direktbestellung bei 3€.
PPS: annabelle sagt hat den Fahrrad-Lieferdienst ausprobiert.

^sg

Pale Ale von Pivo Hendrych aus Vrchlabí

IMG_1179Mitbringel aus Tschechien – ein schier unglaublich geiles Pale Ale von Pivo Hendrych aus Vrchlabí im Riesengebirge! So eigenständig, so eigensinnig. Schwerer Geruch, auch fast ein bisschen schwermütig im Geschmack. Es sind keine Citrusfrüchte, es sind schwere, dunkle Früchte. Es schmeckt nach abgelegenen Berghängen, nach alten Zeiten und macht Hoffnung auf Aufbruch. Legenden, Berggeister und dreiste Kobolde müssen an diesem Bier mitgerührt haben! Und doch ist es so heutig und weist nach vorn, wie der weite Blick von einem Plateau! Wir sind ein wenig verliebt…

PS: Danke an Knut für diese Entdeckung!

Pandora von der Brouwerij Maximus

IMG_1164Bei unserem letzten Bierlaub in Groningen haben wir unter anderem die Brauerei Maximus aus Utrecht kennengelernt. Über das in meinem Gaumen leckerste Bier PANDORA will ich euch etwas mehr erzählen. Es handelt sich um ein Dutch Pale Ale mit amerikanischem Hopfen. Die Etiketten sind sehr straight, einzigartig, monochrom und heben sich angenehm von normalen craft beer Etiketten ab.

Es sieht zunächst sehr reizend aus: dunkel und bernsteinfarben, sehr dickflüssig, gehaltvoll fast schon sämig, enorm viel Schaum. Vom Flaschenboden kommt einiges an Rückständen mit ins Glas. Wenn das der Grund war, es nach Pandora (viel mehr nach ihrer Büchse) zu nennen, dann nenn‘ ich das eine ordentliche Portion Selbstironie. Den Geruch dominieren vergorene Früchte. Führt man den Fruchtkorb zum Mund ist der Antrunk vor allem Pfirsich, frischer reifer Pfirsich mit einem Anklang vereinzelter dunkler Früchte. Im Körper wird das Pandora ganz spritzig, eine schneidende Hopfenklinge fährt durch den Mund, geschwungen durch ordentlich Kohlensäure. Ein wenig Vanille macht die Klinge geschmeidig und seidig. Der Abgang kippt dann eine Spur zu sehr in Richtung Frucht, zumal vergorene Frucht, alkoholisch-hefig (6,6 % Vol.) schlägt es durch. Nur ein wenig bitter. Aber mit anhaltendem Nachgeschmack.

Pandora erinnert ein wenig an Belgian Style IPAs und ist ein Bier, das man langsam trinken muss. Es wird mit jedem Schluck besser und sollte tatsächlich mit Bedacht genossen werden. Es ist nix zum nebenbei trinken, da dann nur die überreifen Früchte knallen. Pandora, die Allgeberin, die Allbegabte vom alten Hesiod in das Paradoxon „schönes Übel“ gepackt gibt viel und zeigt doch, dass unter ihrer Schönheit ein Abgrund liegt. Absurd ist, dass es das Pandora nicht aus Büchsen gibt.

PS: Gibts natürlich nicht in Leipzig, aber zum Beispiel beim Zwerg.

^sg

Jopen Jacobus RPA

Jopen-Jacobus-RPA_300Kommen wir heute mal zu einer unserer Lieblingsbrauereien: Die Jopen Brauerei aus Haarlem, Niederlande. Die Brauerei befindet sich in der alten Jopenkerk und ist seit 1995 aktiv und erfolgreich. Ihr Hoppenbier ist genauso eine Wucht wie der mit massig Koriandersamen eingebraute Lente-Bock (Frühlingsbock). Ganz oben steht auch das Witbier Adriaan nach einem Rezept aus dem 15. Jahrhundert.

Jetzt also das Roggen Pale Ale (RPA), Gewinner des World’s Best Gold, World Beer Awards 2013. Die Geschichte weshalb Jopen ein Roggen Pale Ale braut ist recht interessant: Die Jopenkerk war eine Pilgerstätte, St. Jacobus der Schutzpatron der Pilger und erreichte als Gasthaus früher einen Deal: Wenn sie mit Roggen brauten, wurden sie von Steuerabgaben befreit.

Im Glas schimmert das Pale Ale roggentypisch in amber, mutet ein wenig wie dunkler Honig an. Der Schaum verflüchtigt sich schnell und gibt einen überraschend fruchtigen Geruch frei. Daneben kommen Schwaden von Hopfen aus dem Glas. Eine leichte Schwere – ist das der Alkohol oder der Roggen?

Der Antrunk ist unglaublich fruchtig und intensiv, ein gutes Maß an Kohlensäure und irgendwie doch ganz easy zu trinken. Auf der angnehmen Kohlensäure surft man in den leicht öligen schweren Hauptteil des Bieres. Hier kommt die volle Ladung Frucht und sofort taucht der recht sparsam eingesetzte Hopfen (Cascade und Simcoe) auf. Eine angenehme Säure macht sich breit, bis hin zur Likörigkeit Der Abgang ist immer noch differenziert. Hier schlägt dann der Roggen durch, während man auf der Zunge noch die Fruchtigkeit hat. Immer noch eine ordentliche Ladung Kohlensäure, die den Abgang gleichmäßig aufgeregt gestaltet. Nach dem Schlucken ist noch der ganze Mundraum mit Geschmack ausgefüllt. Dazu kommt ein wenig der sanfte Alkohol (5,3%) durch.

Ein wirklich großes Bier. Roggen-Bier schmeckt ja sonst dominant nach Roggen und nach nichts anderem. Das Jacobus bleibt dagegen immer fruchtig und zwar nicht wie üblich dunkle Früchte, sondern Citrus und Orange – die amerikanischen Hopfen tun ihr übriges. Ein leichtes IPA, easy unaufgeregt, ausgewogen. Es ist kein klassischer 3-Akter aus Antrunk, Körper, Abgang, sondern ein Einakter mit nahtlosen Übergängen – großartig.

PS: In Leipzig nicht zu bekommen, war ein Mitbringsel aus Holland. Online gibts das meiste hier.

^sg