Archiv der Kategorie: RPA (Roggen Pale Ale)

Passion für das One Claw Rye Pale Ale

Unsere Entdeckung des Jahres 2015 ‪#‎sofar‬! Das One Claw Rye Pale Ale von Westbrook Brewing Company. Eine wirkliche Granate! So viel Maracuja war noch nie. Das gepaart mit dem kräftigen Roggen ist eine einzigartige Kombination. Maracuja – entlehnt aus der südamerikanischen Indiandersprache heißt Nahrung aus der Schale, was gäbe es also passenderes, als dieses Gesöff mit einer zarten Dose zu ummanteln. Maracuja, Passiflora edulis – die Frucht der Passionsblume. Wir sind voller Passion (sprich Päschen) für dieses kleine Wunderwerk.

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Gibts aktuell und limitiert bei den BierFreunden.

Jopen Jacobus RPA

Jopen-Jacobus-RPA_300Kommen wir heute mal zu einer unserer Lieblingsbrauereien: Die Jopen Brauerei aus Haarlem, Niederlande. Die Brauerei befindet sich in der alten Jopenkerk und ist seit 1995 aktiv und erfolgreich. Ihr Hoppenbier ist genauso eine Wucht wie der mit massig Koriandersamen eingebraute Lente-Bock (Frühlingsbock). Ganz oben steht auch das Witbier Adriaan nach einem Rezept aus dem 15. Jahrhundert.

Jetzt also das Roggen Pale Ale (RPA), Gewinner des World’s Best Gold, World Beer Awards 2013. Die Geschichte weshalb Jopen ein Roggen Pale Ale braut ist recht interessant: Die Jopenkerk war eine Pilgerstätte, St. Jacobus der Schutzpatron der Pilger und erreichte als Gasthaus früher einen Deal: Wenn sie mit Roggen brauten, wurden sie von Steuerabgaben befreit.

Im Glas schimmert das Pale Ale roggentypisch in amber, mutet ein wenig wie dunkler Honig an. Der Schaum verflüchtigt sich schnell und gibt einen überraschend fruchtigen Geruch frei. Daneben kommen Schwaden von Hopfen aus dem Glas. Eine leichte Schwere – ist das der Alkohol oder der Roggen?

Der Antrunk ist unglaublich fruchtig und intensiv, ein gutes Maß an Kohlensäure und irgendwie doch ganz easy zu trinken. Auf der angnehmen Kohlensäure surft man in den leicht öligen schweren Hauptteil des Bieres. Hier kommt die volle Ladung Frucht und sofort taucht der recht sparsam eingesetzte Hopfen (Cascade und Simcoe) auf. Eine angenehme Säure macht sich breit, bis hin zur Likörigkeit Der Abgang ist immer noch differenziert. Hier schlägt dann der Roggen durch, während man auf der Zunge noch die Fruchtigkeit hat. Immer noch eine ordentliche Ladung Kohlensäure, die den Abgang gleichmäßig aufgeregt gestaltet. Nach dem Schlucken ist noch der ganze Mundraum mit Geschmack ausgefüllt. Dazu kommt ein wenig der sanfte Alkohol (5,3%) durch.

Ein wirklich großes Bier. Roggen-Bier schmeckt ja sonst dominant nach Roggen und nach nichts anderem. Das Jacobus bleibt dagegen immer fruchtig und zwar nicht wie üblich dunkle Früchte, sondern Citrus und Orange – die amerikanischen Hopfen tun ihr übriges. Ein leichtes IPA, easy unaufgeregt, ausgewogen. Es ist kein klassischer 3-Akter aus Antrunk, Körper, Abgang, sondern ein Einakter mit nahtlosen Übergängen – großartig.

PS: In Leipzig nicht zu bekommen, war ein Mitbringsel aus Holland. Online gibts das meiste hier.

^sg